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Category Archives: black red gold delusion

für alle die es nicht mehr aushalten können weil sie auf entzug von deutschlandfahnen gewesen sind (kommentare aus dem jahr 2006):

Und dann fand ich richtig schön zu sehen, wie ganz Deutschland mal Nationalbewußtsein gezeigt hat. Immer haben sie sich hinter ihrer Flagge versteckt und endlich haben sie , sie mal wieder rausgeholt und dazu gestanden.Und da haben wirklich alle mitgemacht und ehrlich,mir fangen die Deutschlandfahnen langsam an zu fehlen. Mensch krieg ja richtig Entzug .-))

oder

Für mich war das bewegenste das wir Ein Land.eine Nation geworden sind die ohne in die Nazi Ecke gestellt zu werden seine Flagge zeigen und sich als Deutscher bekennen darf. (quelle)

die zeit des entzugs ist für euch endlich vorbei. es geht wieder los. bekennt euch voller stolz als deutsche und zeigt eure geschminkten gesichter.

was sich wirklich hinter dieser fassade verbirgt ist die stete suche nach dem „wir“, nach einer gemeinschaft, die dann relativ schnell „ethnisch“ gefunden wurde und an der bis heute festgehalten wird:

Diese „vergesellschaftende Vergemeinschaftung“ lässt sich ebenso und gerade in der deutschen Geschichte der letzten beiden Jahrhunderte wie ein zentraler roter Faden verfolgen, als eine stets dramatische Suche nach nationalen Wir-Entwürfen mit meist tragischem Ausgang. Denn dieser „deutsche Weg“ wurde überwiegend unter den Vorzeichen einer aggressiven Differenz- und Identitätspolitik beschritten, meist mit zu wenig Gesellschafts- und mit zu viel Gemeinschaftsideen im Marschgepäck und stets verstrickt in permanente und spiralförmige Inklusions- und Exklusionsdebatten. In natürlich erheblicher historischer Verkürzung lässt sich von den „Völkertafeln“ des mittleren 18. Jahrhunderts über den Rassismus und den Holocaust der Nazis bis zur Debatte über „deutsche Leitkultur“ in der Gegenwart als Symptomatik jedenfalls ein gleichsam epistemisches Denken in festen „völkischen“, also ethnisch und kulturell grundierten Selbst- und Fremdbildern konstatieren. In Bildern also, in denen sich letztlich die spezifische Form eines ethnischen Patriotismus äußert.
Mit diesem „Ethno-Patriotismus“ ist demzufolge nicht jener klassische „nationale“ Patriotismus gemeint, wie er sich im Europa des 19. Jahrhunderts fast überall staats- und geschichtsbasiert präsentiert. Und es geht auch nicht um einen Verfassungs-Patriotismus Habermas ́scher Prägung, der auf Traditionen bürgerlicher Werteethik und auf den Habitus ziviler Politik abhebt. Vielmehr drückt sich in diesem Begriff ein Abstammungs-Patriotismus aus, der seine Anhänger auf ihre ethnische Herkunft verweist und ihnen den Habitus einer besonderen kulturellen „Gemeinschaft“ nahe legt. Ein Patriotismus also, der sich in seinem Denken und Handeln mithin  nicht dem Nationalstaatlichen und auch nicht dem Allgemeinwohl der Gesellschaft verpflichtet  fühlt, sondern letztlich einem „schicksalhaften Eigenen“.
Etwas salopp ließe sich formulieren, dass das gesellschaftliche „Klassenziel“ in Deutschland nicht etwa war, als „guter Bürger“ in Deutschland zu leben, sondern ein „guter Deutscher“ zu sein. Damit war zugleich auch stets die Einwanderungsfrage geregelt: Es ging bei der Aufnahme von Migranten nicht um „Zugang zur Gesellschaft“, sondern um „Zugehörigkeit zur Gemeinschaft“. Und wer von ihnen dem Deutschen nicht zugehörig war, blieb unwillkommen, war „fremd“.
(quelle – aus dem größtenteils spannenden text von Wolfgang Kaschuba: „Deutsche Wir-Bilder nach 1945: Ethnischer Patriotismus als kollektives Gedächtnis?“)

diesmal der antagonist zu black red gold delusion (06) aber ebenso funktionell…

(werbung von saturn)

gut lesenswertes bei npd-blog über „die rechten“ die den von ihnen nicht mal gestarteten zug der nationalen jubelei auf ihre gleise zu lenken versuchen – aber immerhin stimmt ja schon mal die spurbreite…  schwarz-rot-gold, nur „diesmal“ auf dem wm-planer der npd…

(via)

brauchbar oder nicht? auf jeden fall ein blog mehr…

wir sind deutschland?

abseits von wm deutschland-gefeier diesmal ein werbeplakat, dass den hiesigen standort stärken will – natürlich hier gebohrtes öl dass in hier gebauten motoren von hier geborenen menschen hier genutzt wird. dabei wird mit der keule der hiesigen arbeitsplatzerhaltung gewunken… nicht weit weg von „arbeitsplätze zuerst für deutsche“ – einfach eklig

„ein muss für alle deutschlandfans“… – eine alles andere als persönliche erkennung….

Prinzenrolle mit 50g Gratis schwarz-rot-gold. Der deutsche Nationalismus wird wieder schmackhaft gemacht & lockt – scheinbar Gratis…

black red gold fan connection on hanuta

& suprise egg

just the beginning of the black red gold delusion…

in alles andere als freudiger erwartung auf das kommende schwarz-rot-güldene fahnengeschwenke. zur einstimmung schon mal auf champignonpackungen und sonstwo zu finden. hiermit sei eine neue rubrik eröffnet: black red gold delusion

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