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Noch vor Beginn der viel beachteten Aufstände in der arabischen Welt (deren Beginn ab 2010 in Tunesien gesehen wird) gab es 2009 in Iran im Nachklang der Präsidentschaftswahlen monatelang Proteste (wiki). „The smell of burning garbage – it is the perfume of liberty“ so die Aussage eines Augenzeugen, die von Paolo Woods zitiert wird (video on vimeo, 13 Min.).

iran_green-wave_ Protest 2009.

Doch das Scheitern der Proteste 2009 ist Jahre her – der Duft der Freiheit verzogen. Ahmadinejad seit diesem Jahr nicht mehr an der Macht. Die neue Regierung weckte – vor allem im Westen – neue Hoffnungen. Fraglich ob diese gerechtfertigt sind oder mehr vom sehen-wollen geprägt sind. Die derzeitigen Ereignisse in Iran heute sind weniger von öffentlichen Protesten als von staatlicher Härte geprägt. Das Land soll nach China die meisten Hinrichtungen zu verzeichnen haben, über 500 in diesem Jahr. Dabei wurden einige der Verurteilten auch an öffentlichen Plätzen oder Sportstadien aufgehängt. Der häufigste Grund weshalb Menschen in Iran exekutiert werden: ein Drogendelikt (ai-report2011). Einer der zuletzt an einem Kran Erhängten überlebte die Hinrichtung:

Laut iranischen Quellen, verbrachte der Mann vergangene Woche 12 Minuten in einer Schlinge baumelnd an einem Kran in einem Gefängnisvorhof in der nordöstlichen Stadt Bojnurd und ein Arzt erklärte ihn für tot. Aber am nächsten Tag entdeckte das Personal in der Gefängnis-Leichenhalle, dass er noch atmete, als die Familie auf dem Weg war, seinen Körper mitzunehmen. Die Quellen sagten, dass der vorsitzende Richter befahl, ihn in ein Krankenhaus zu bringen, um ihn nach seiner Genesung erneut zu hängen. Das medizinische Personal bestätige, dass sein Gesundheitszustand dafür gut genug sei. (src)

Ob er tatsächlich nochmals gehängt wird, wurde von staatlicher Seite angeblich bereits in Frage gestellt (taz). Fraglos indes, dass auch zukünftig in der islamischen Republik Menschen an Baukränen baumelnd ihren Tod finden werden.

 

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One Comment

  1. Danke fürs Verlinken und Veröffentlichen des Artikels hier.
    Fartâb Pârse
    Online-Magazin Pârse & Pârse


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