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Eine durchhalte-Kampagne („Ich bin gut“) des Jobcenter findet sich derzeit in deren Räumlichkeiten. Für alle, die nach 50, 70 oder 90 Bewerbungen keinen Sinn mehr sehen, keine Hoffnung mehr haben einen Platz zum Arbeiten zu finden: auch nach 100 Bewerbungen besteht, ja: was besteht eigentlich. Hoffnung? Bewerben um der Bewerbung willen. („Potentiale erkennen, Chancen nutzen“) Die Frage nach der (fairen) Bezahlung der geleisteten Tätigkeit wird dabei noch nicht gestellt…

die_perfekte_bewerberin_agentur_fuer_arbeit_ikl959.com„Die perfekte Bewerberin: Eine, die auch nach 100 Absagen nicht aufgibt.“ (click pic to enlarge)

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9 Comments

  1. rational irrational

  2. „Eine, die auch nach 100 Absagen nicht aufgibt.“ bis zum letzten Tintentropfen… haha

  3. Sehr schön! Hab da vorgestern auch drüber geschmunzelt. Damit landest du in den nächsten Tagen per Link in einem Artikel bei mir.

  4. passend zum Thema eine Meldung der LVZ. einige Zeitgenossen drehen immer mal wieder durch und sehen in der Mit-Arbeiterin der Behörde das Instrument der Repression, besser: das Objekt Mensch in welchen sie ihren Hass und Frust ableiten können, dabei ist die doch ebenso Angestellt vielleicht sogar auch angekotzt von ihrer Tätigkeit… lvz_meldung arge

  5. Leider sehe ich bei dem Thema innerhalb der nächsten Zeit auch keine Besserung. Es gibt einfach zuviele Bewerber auf freie Stellen. Die Personaler sind überfordert und müssen sich durch Berge an verhunzten Anschreiben und schlechten Lebensläufen wühlen. Ich finde es nicht verwunderlich, dass da irgendwann einfach alleine anhand der Form massiv aussortiert wird. Gleichzeitig geben sich die meisten Bewerber aber auch nicht die geringste Mühe. Ich bin in einer Position in der ich regelmäßig mal die ein oder andere Bewerbung in der Hand halte. Niemals würde ich jemanden wegen ein paar Kommafehlern nicht einstellen, wie es so oft überspitzt publiziert wird, aber wenn die Bewerbung schon mit „Sehr geehrte Damen und Herren,“ anfängt und mir dann erzählt wird das der Bewerber irgendwo unsere Anzeige gesehn hat und sich mit diesem Wisch nun bei uns bewerben möchte, dann brauch ich mir seine Qualifikationen garnicht erst ansehen. Wer nicht einmal die formellen Grundregeln die auf so gut wie jeder Internatseite zum Thema hoch und runter gerattert werden einhält, der hat sich anscheinend nicht im Ansatz informiert und das sagt mehr über ihn aus als der Rest seiner Bewerbung. Wirklich leiden tun darunter die Menschen die sich wirklich bemühen und dann wegen ein paar Fehlern mit aussortiert werden. Ich will hier allerdings auch nicht den Personalern die Schuld geben die schließlich auch nur ihren Job machen. Trotzdem empfehle ich jedem seine Bewerbung gründlichst auf mögliche Verbesserungen zu prüfen und vielleicht sogar mal professionell checken zu lassen, oftmals bekommt man einen Basischeck sogar kostenlos (http://www.deinebewerbung.de/sk/bewerbungscheck.page.htm). Denn aus meiner Erfahrung werden die Leute öfter wegen Form Fehlern oder schlechten Formulierungen abgelehnt als aufgrund von fehlender Qualifikation.

    • toller link – damit du bissel mehr geld verdienst, was?
      von wegen kostenlos: das kostet. wieviel? let’s have a look.
      kostet_geld
      erst die message: zu wenig arbeitsplätze für zuviele arbeit suchenden menschen, dann das fazit: macht eure bewerbungen besser. wenn es nur so einfach wäre und qualifikation und bereitschaft nicht mehr entscheidend wären sondern die form. das problem scheint jedoch weniger an den bewerbungen zu liegen als an den bewerbungsmöglichkeiten – 100 bewerbungen und mehr um einen arbeitsplatz ist schon eine arge botschaft.

  6. Mein Link bezieht sich aber nicht auf die kostenpflichtigen Angebote sondern auf den Basischeck der tatsächlich kostenfrei ist und einem lediglich eine Aussage über die Qualität der eigenen Bewerbung gibt. Natürlich sind 100 Bewerbungen auf einen Job heftig und auch eigentlich unnatürlich. Tatsache ist aber, dass vor Qualifikation und Inhalt erst einmal die Form darüber entscheidet ob du zu den Bewerbungen gehörst die überhaupt gelesen werden. Dass optimierte Bewerbungen eine höhere Erfolgschance haben kannst du sogar an vielen Stellen nachlesen und die optimieren sicher nicht deine Qualifikationen sondern lediglich Form und Formulierung. Somit ist diese durchaus ausschlaggebend. Wer diese selbst überzeugend hinbekommt hat dann ja kein Problem. Diejenigen die damit Probleme haben können sich ja letztlich selbst überlegen von wem sie auf welche Art und Weise Hilfe in Anspruch nehmen.

    • Im Kapitalismus wird selbst die Aktivität um den Erwerb eines Platzes als Lohnabhängiger zum Geld verdienen genutzt, findet sich ein Markt – aber wieso auch nicht. Zum Erwerb bzw. Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit (genauer: dem Wettbewerb der Lohnabhängigen um Erwerbstätigkeit) wird Kapital scheinbar immer mehr zur Voraussetzung, wird der Wettbewerb der Wettbewerber zur Kapitalakkumulation genutzt. Es scheint fast, als fresse die Katze ihren eigenen Schwanz. Aber solange es der Markt hergibt: viel Erfolg beim Basis-aus-checken.


One Trackback/Pingback

  1. […] im Anzug, natürlich trug der Mann den Anzug und war als ihr Boss dargestellt. Dazu der Spruch: “Die perfekte Bewerberin – Eine, die auch nach 100 Absagen nicht aufgibt”. Das soll motivieren. Daneben stand schwarz auf weiß an einer Pinnwand […]

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