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„Aus jemandem einen Soldaten machen, heißt, ihn das Gehorchen in alltäglichen Situationen lehren, die das Gehorchen auch dann noch als etwas Alltägliches erscheinen lassen, wenn die Situation alles andere als alltäglich ist. […] Da die Einübung des Gehorsams mittels (oftmals sinnlos erscheinender und einander widersprechender) normativer Forderungen erfolgt, die sich auf einen routinisierten Alltag beziehen, außerdem jene Ausbildungssituationen, die sich auf den Kampf beziehen, fiktiv sind, tritt das eigentliche Ziel der militärischen Ausbildung, im Ernstfall mit dem Töten ernst zu machen, auf eigentümliche Weise in den Hintergrund – eine der Vorraussetzungen dafür, dass das Töten als ‚Handwerk‘ gelernt werden kann.“

(Hubert Treiber – Wie man Soldaten macht. 1992 S. 397 f)

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