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Der Vietnamkrieg der USA wurde zu einem Identifkationspunkt vieler Bewegungen weltweit. Verbunden mit antiamerikanischen Einstellungen (Faschismusvorwurf) und Demonstrationen in Europa avancierten die Ereignisse in Asien indessen zum innenpolitischen Konfliktpunkt. Auch auf zuvor ruhigem Terrain zeigten sich Probleme:

In den USA kam es zu Kundgebungen gegen die Politik der Regierung sowohl von den eigenen Soldaten als auch der Zivilbevölkerung. Ein Film der sich mit den Wehrpflichtigen amerikanischen Kriegsverweigerern auseinandersetzt zeigt die Probleme von Befehl und Gehorsam – die Soldaten begannen u.a. ihre Vorgesetzten (Schweine genannt) hinterrücks zu ermorden (mit Hilfe einer Handgranate) um deren Befehle nicht ausführen zu müssen…

Nicht zuletzt aus den Erfahrungen über den Ungehorsams der Wehrdienstleistenden in Vietnam wurde die Wehrpflicht in den USA abgeschafft. Eine Kommission des Pentagons war 1971, zwei Jahre vor Ende der Wehrpflicht, zu der Auffassung gelangt, dass über die Hälfte der in Vietnam kämpfenden Truppenmitglieder gegen den Krieg seien. 503.926 Desertionen gab es offiziell zwischen 1966 und 1973. Ein Film von David Zeiger mit dem Namen Sir! No Sir! zeigt sowohl die Proteste der Studenten als auch der GI’s gegen den Vietnamkrieg in den USA. (hier die deutsche Version, ca. 50 Min.)

(Jane Fonda, die als militante Pazifistin sich auch mal an den Waffen der Volksfront probierte und später einiges Getane bereute)

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2 Comments

  1. Es ist manchmal unverstaendlich, was alles passieren muss, damit man bei uns darueber spricht. Und wie ich in meinem Vietnam Artikel sage, verschweigt man leider immer noch viel zu viel.

    • das was du in dem artikel beschreibst ist ja ein wenig die david gegen goliath schablone – die übermächtigen technisch-versierten amerikaner gegen den autoreifengummibeschuhten vietkong. ein plädoyer für einfallsreichtum und kreativität, für durchhaltevermögen und guerillataktik? mit umwegen ein plädoyer für die stadtguerilla? das geht sicher zu weit, aber in die damalige zeit passt dieses konzept des urbanen widerstands allemal. vielleicht wirds ja mal wieder aktuell.
      was ich an dem film interessant fand ist eben der zusammenhang von wehrpflicht und kriegseinsatz und das scheitern beider (aber vielleicht lags ja nicht an der wehrpflicht sondern, wie bei dir im artikel beschrieben, an den unkonventionellen methoden der „roten“) – vielleicht wird da auch ein wenig verständlich weshalb berufsarmeen heutzutage so beliebt werden bei regierungen. sind sie effektiver, günstiger und können darüber hinaus relativ unproblematisch irgendwohin entsendet werden, oder sind soldaten schließlich auch nur die arbeiterklasse? undenkbar jedenfalls eine solche geballte ungehorsamkeit gegen die „pigs“ und deren befehle heute noch zu erwarten. aus dem vietnamkrieg wurde gelernt (u.a. das essen für die truppe bekam eine ganz andere bedeutung, das ende der wehrpflicht, etc.). jedenfalls haben die amerikaner mehr als agent orange da gelassen.


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