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Einer derjenigen, welcher die Wandlung des Jürgen Elsässer (der nach Schkeuditz geladen hat) zum Deutschnationalen zur Kenntnis nahm, ist Detlef Nolde. Nolde wurde begeistertes Mitglied in Elsässers „Volksinitiative“. Sowohl Elsässer wie auch Nolde werden von redok in eine „Querfront-Strategie“ eingeordnet:

Nolde war in früheren Jahren NPD-Chef in Ostberlin gewesen, hatte als Berliner Kreisvorsitzender bei der im Februar 1995 verbotenen „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP) mitgemischt und die Kameradschaften Treptow und Köpenick gegründet. Besonders aktiv war Nolde bei der „Anti-Antifa“ […].

Im Zusammenhang mit dem Mord eines Neonazis, der zwei „Kameraden“ erstochen hatte, wurde Nolde im April 1997 inhaftiert [… und saß bis] bis Ende 1999 ein. In der Haftzeit will Nolde geläutert worden sein […]. Doch dieser „Ausstieg“ wurde schnell in Zweifel gezogen, denn unter anderem propagierte Nolde weiterhin platte antisemitische Verschwörungsthesen, wobei er sich auf NS-Autoren und Schriften aus der Zeit des „Dritten Reichs“ bezog.

In den folgenden Jahren war Nolde unter anderem bei den „Republikanern“ (REP) aktiv. Im Internet betrieb er ein „Sozialistisches Forum – revolutionäre Plattform“, zeitweilig sogar unter der Bezeichnung „Deutsche Kommunisten“, mit dem er offenbar im Sinne einer Querfront-Strategie die Nähe zu linksradikalen Gruppierungen suchte. […] (src)

In Noldes Blog finden sich Verweise zu den „Freunden Palästinas“, der „Volksinitiative“des Jürgen Elsässer, den „Witikobund“ aber auch so schräge Gestalten wie den antisemitischen Quacksalber Ryke Geerd Hamer und dessen „Germanische Neue Medizin“. Der von den Medien gefeierte NPD-Aussteiger beweist mit seiner Initiative der „nationalen Antifa“, die u.a. vor dem Brandenburger Tor Freiheit für einen verurteilten Holocaustleugner forderte, wessen Geistes Kind er geblieben ist:

Nolde (rechts im Bild) unterstützte in seinem Blog zuletzt auch einen Freilassungsantrag für den inhaftierten Holocaustleugner Horst Mahler. In seinem Blog erwärmt er die Stimmung und Forderungen des Nachkriegsdeutschland der 1950er Jahre, als wäre er selbst Teil der NSDAP gewesen, wenn er vom „irreführenden Tarnbegriff „Nationalsozialismus““ welchen sich die „Hitlerfaschisten selbst gegeben“ hätten und seiner „langjährigen Teilnahme als Hitlerfaschist – und das nicht als Mitläufer“ spricht. Er verurteilt Stalin und die „Vertreibungen aus dem Osten“, verfällt in ethnopluralistische „Völkerfreundschaft“ und streut populistische rassistische Thesen. Es ist zu merken, dass er es ernst meint mit seiner Deutschlandliebe. Die Bedingungen und inhaltliche Orientierung einer neuen Nationalfrontpartei (die im übrigen auch gut zur Linkspartei zu passen scheinen) stehen schon fest: „Was wir in Deutschland bräuchten, das ist eine patriotische (und dabei internationalistische) und antikapitalistische Partei, die sich sowohl (und das nicht nur mit Worten) von linkem als auch rechten Sektierern abgrenzt – den Extremisten der „Mitte“ sowieso, diesen Hiwis des Kapitals und der Zionisten.“ (src dessen blog Kommentar #9) In Anbetracht dieser Forderung erscheint es dann fast passender von einer „Parallelfront-“ als von einer „Querfrontstrategie“ zu sprechen – mit welchem Erfolg ist nicht absehbar.

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