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Einige Bilder von vergangenem Wochenende vom Soziokulturellen-Musikumzug durch die Stadt, der Global Space Odyssey. Eigentlich stand schon vor dem Umzug fest: „Bunte Vielfalt wird in Leipzig groß geschrieben.„(L-IZ) Oder auch: „Ein bisschen Spaßparade, ein bisschen Montagsdemonstration.“ (MDR-Sachsenspiegel)

Der Anspruch ist ein politischer, der Großteil des mitziehenden Partyvolks eher an der Musik als an den Redebeiträgen interessiert. Sympatisch deswegen das Noise-Mobil, das es schaffte teilweise richtig guten Noise zu produzieren.

Hunde und Glasflaschenträger wurden sowohl von den GSO-Ordnungskräften als auch der sächsischen Ordnungsbehörde aus dem Umzug gewunken. Über Polizei-Lautsprecher wurde zwischendurch zur Ordnung gemahnt – mit Verweis auf das Loveparade-Unglück in Duisburg. Doch der „Polizeiführer aus dem Lagezentrum bestätigt: es sei alles sehr friedlich abgelaufen.“ (LVZ)

Mobile Disko des Atari:
Was in keiner Retrospektive zu lesen ist, dass die Boxen, als der Umzug das Gewandhaus erreichte, verstummten. Anlass: ein Volleyballturnier auf dem Augustusplatz. Die Raver ließen es mehr oder weniger über sich ergehen und marschierten schweigend über den Augustusplatz. So groß ist der von der Stadt genehmigte „Demo-Freiraum“ dann doch nicht…Nach einer Zwischenkundgebung am Zentralstadion (es wurden einige politische Beiträge verlesen) ging die Feierei nochmal durch die Stadt. Am Ende waren es etwa 3000 Menschen die dem Umzug mit der Forderung „Leipzig hat mehr zu bieten als Oper und Gewandhaus“ gefolgt waren.

Bleibt offen, ob es positiv ist, dass Sub-Kultur mit politischem Anspruch (wieviel ist da eigentlich am Ende noch drin?) so viele Menschen erreicht und es schafft quer durch die Stadt zu ziehen. Bleibt offen, ob der sub-politische Anspruch dadurch wächst oder nicht (im wahrsten Sinn des Wortes) auf der Strecke bleibt. Bleibt für mich weiterhin fragwürdig, ob die von den Veranstaltern geforderte Anerkennung ihrer Kultur durch die Stadt die Lösung ihrer und der gesellschaftlichen Probleme ist. War bereits letztes Jahr eine Absicht der Aktiven „die Stadt attraktiver zu machen“ scheint dies wahr zu werden. Es ist leider, so wird es immer deutlicher, eine Attraktivität im Rahmen der derzeitigen Verwertungslogik und eben nicht außerhalb oder dagegen.

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