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IKL – auf Radio Corax jeden Donnerstag ab 00:10 Uhr.

04.05.11 Bertolt Brecht – Furcht und Elend des Dritten Reiches (SDR 1967) (2/2)

In Anlehnung an Heinrich Heine wollte Brecht das Stück ursprünglich „Deutschland – Ein Greuelmärchen“ nennen. Er überlegte auch das ganze „Die Deutsche Heerschau“ zu nennen. Der endgültige Titel ist eine Anlehnung an Balzacs Werk „Glanz und Elend der Kurtisanen“. Den jeweiligen Szenen geht ein kurzes Gedicht voraus, wobei jede der Szenen für sich steht. Es geht um den Alltag, um das Private, darum wie sehr der Nationalsozialismus alle Lebensbereiche der Menschen durchdringt. So bekommen Eltern Angst, dass ihr eigenes Kind sie denunzieren könnte. Bereits am 21. Mai 1938 sind acht der 30 Szenen in Paris uraufgeführt worden.

11.05.11 Ferdinand Kriwet – Radioselbst (WDR 1979; 22min) & Radio (D/F 1983; 36min)

Radioselbst: Thema von RADIO ist das Radio selbst. Thema von RADIO ist die Ansprache des Rundfunks, seine stetige und allgegenwärtige Ansprache an die Hörer an den Lautsprechern in den Wohnungen und Betrieben und Schulen und Büros, in den Autos und auf den transistorisierten Wanderwegen des Tourismus; dargestellt am Programm einer beliebigen Sendewoche von WDR-2.

Radio: Ferdinand Kriwets Radio versucht, mit künstlerischen Techniken eine Hör-Vorstellung von dem zu vermitteln, was uns stetig an Stimmen umgibt, uns sprechend, singend, rauschend auf kurzen, mittleren und langen Wellen erreicht. Radio: exemplarisches Konzentrat dessen, was tagaus, nachtein in der Luft ist – „one the air“ -: Sprachatmosphäre. Radio: die Universalsprache des elektronischen Babel aus Chips und Transistoren, Röhren, Antennen, Netzen, Verteilern, Widerständen, Verstärkern etc. Radio: die Polyphonie des durch die gemeinsame Zeit strukturierten Welt-Geschehens.

18.05.11 Avanti-Sozial-AG – Neukölln in den Kollwitzplatz verwandeln? (Feature 2009)

„Den Effekt der Prenzlauerbergisierung, den wird es hier nicht geben“, sagt Reinhold Steinle, der in Neukölln Stadtteilführungen macht. Das sei zumindest seine Hoffnung. Aber längst ist klar: Der Norden Neuköllns verändert sich: mehr junge Leute, mehr Student_innen, neue Kneipen, Cafés und Galerien. Der Bezirk und der Berliner Senat bemühen sich um eine ‚Aufwertung‘ des Viertels – nicht ohne Folgen. Die Mieten steigen rasant. Soziologen beschreiben diesen Prozess als „Gentrifizierung“. Was aber sind die Gründe für die Entwicklung in Neukölln? Wer treibt sie voran? Das Radiofeature untersucht den Norden Neuköllns im Spätsommer 2009. Ausgehend vom Reuterkiez, mittlerweile medial und auf dem Wohnungs- und Kulturmarkt als „Kreuzkölln“ bekannt, wird über der Gentrifizierung in einem der sich am schnellsten wandelnden Berliner Kieze (über den es noch 2006 hieß es gehe dort zu „wie einstmals in der Bronx“) nachgegangen. Dabei geht es auch um die Strategie des Landes Berlin, kommunalen Wohnraum an die Privatwirtschaft zu übertragen, um die öffentliche Hand zu entlasten.

25.05.11 Franz Kafka – Das Schloß (SWF/RB 1953)

„Es war spätabends, als K. ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee. Vom Schloßberg war nichts zu sehen, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch nicht der schwächste Lichtschein deutete das große Schloß an. Lange stand K. auf der Holzbrücke, die von der Landstraße zum Dorf führte, und blickte in die scheinbare Leere empor. […] Wenn die Straße sich auch vom Schloß nicht entfernte, so kam sie ihm doch auch nicht näher.“

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