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Ein Blick in die Zeit der „Volksgemeinschaft“ ist der Film von Marcel Schwierin mit dem Titel Vision und Todessehnsucht im Dritten Reich (oft auch zu finden unter dem Titel Film und Todessehnsucht im Dritten Reich). Dabei verfolgt die Dokumentation die Strategie, in verschiedenen Kapiteln (Die Angst; Das Dritte Reich; Inszenierung der Macht; Der Körper; Der Tod; Ewige Wache; usw.) Eigenheiten des NS herauszuarbeiten. Als Grundlage dienen zu 100% zeitgenössische Aufnahmen (von 1919 bis 1945) aus Spielfilmen, Wochenschauen oder NS-Lehrfilmen.

Es ist einer der einprägsamsten Dokumentarfilme über Kunst und Gesellschaft, über Kultur und Schein, über Sehnsucht und Wahn des Dritten Reiches, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Es ist ein Versuch, die Macht der Bilder zu brechen (im Gegensatz zu z.B. Guido Knopp), zu entstellen, in einen neuen Kontext zu stellen. Dies gelingt nicht immer, aber oft.

Die Macht des Bildes ist nicht immer zu brechen, wie die Aufnahmen des Nürnberger Reichsparteitages zeigen.

Was bleibt sind deshalb mehr als Bilder, ganz im Gegensatz zu der zu Beginn des Films postulierten These „Was blieb waren die Bilder – sehr sorgfältig inszenierte Bilder.“ Denn was bleibt ist die nationalsozialistische Ideologie und Utopie. Der Versuch diese Utopie zu verwirklichen ist ein bis heute klaffender Abgrund der Unmenschlichkeit und deshalb ist das im Abspann eingeblendete Zitat von Nietzsche um einiges treffender: „… Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

Vision und Todessehnsucht im Dritten Reich (Regie: Marcel Schwierin; D 2003; 91 Min.)

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3 Comments

  1. Dank für den Tip! Hat es einen Grund, daß Nietzsche hier „Nitsche“ geschrieben wird?

    • ne hats nicht. verschrieben. aber danke für den hinweis. & danke für dein danke.

    • p.s.: wieso hast du tip geschrieben und nicht tipp? #-)


One Trackback/Pingback

  1. By Leni Riefenstahl | Im Kopf Lokalisation on 25 Nov 2013 at 2:07 am

    […] zum Thema auch: “was blieb sind mehr als Bilder“, “gesichtslos – Opfer wie […]

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