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Ist in der jüngst erschienen Ausgabe der BT zu lesen:

Das Gerede von der „Intifada“ werde angeblich ganz allgemein als Synonym für „Aufstand“ verwendet. Ganz so, als könnte man auch von der „Warschauer Ghettointifada“, von der „Intifada der Anständigen“ oder der „Weberintifada“ von 1844 reden. Selbstverständlich kann der Begriff nicht vom palästinensischen Terrorkrieg gegen Israel und seine Menschen gelöst werden. (quelle)

lässt sich in einem anderen Artikel doch auch genau der angekreidete „Missbrauch“ des Wortes Intifada finden (im Zusammenhang mit „dem deutschen Mob“ der Zirkusmitarbeiter angreift):

Die Angegriffenen verschanzten sich daraufhin in einem der Zirkuswagen und informierten über Handy ihre Eltern. Die von diesen verständigte Polizei beendete Milmersdorfs erste Intifada umgehend und setzte elf der Täter vorübergehend fest. (quelle)

Oder gehts am Ende darum, dass Intifada nicht gleich Intifada? Wie inkonsequent, liebe BT…

Abgesehen davon finden sich einige unterhaltsame Einlagen über die Provinz

und den Lieblingsfeind der BT – Peter Sodann.

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23 Comments

  1. Ich glaube allerdings, dass das keine Inkonsequenz ist. Vielmehr bezieht sich der zuerst zitierte Teil auf eine positive Umdeutung des Begriffs Intifada, der nunmal unverbrüchlich mit den Mordstaten der Palästinenser verbunden ist. In dem danach zitiertem Artikel verhält es sich umgekehrt. Hier wird eine „Milmersdorfer Intifada“ als reine rhetorische Figur verwendet, die polemisch zugespitzt, die Geschehenisse in der Provinz mit den Palästinensergebieten in Beziehung setzt. Kein normaler Mensch, schon gar nicht die Leser der Tristesse, lesen diese feine Ironie nicht heraus.

    Und vom einem „Missbrauch“ spricht die Tristesse auch nicht, was du allerdings suggerierst. Es wird sich lediglich über die peinliche Umdeutung einer judenfeindlichen Äußerung in eine angeblich wertfrei zu verstehenden Aufruf zu irgendeinem „Aufstand“ lustig gemacht.

    • „Intifada […] als reine rhetorische Figur“

      Sinkt nicht noch tiefer, liebe BT. Ein Angriff von in der deutschen provinziellen Landgemeinschaft Lebenden auf dort gastierende Zirkusmitarbeiter mit dem Wort Intifada zu titulieren höhnt dem organisierten und propagandistisch schmackhaft gemachtem Kampf gegen die Juden weltweit.

      „Geschehenisse in der Provinz mit den Palästinensergebieten in Beziehung setzt“ – vgl. Zitat BT:
      Der Begriff Intifada kann „Selbstverständlich […] nicht vom palästinensischen Terrorkrieg gegen Israel und seine Menschen gelöst werden.“ wurde er aber – in der BT.

  2. Im ersten Fall geht es um einen Rapper, der den Begriff Intifada affirmativ verwendet; die Aplogeten dieses Künstlers lavierten nun herum, indem sie den Begriff von seiner ursprünglichen Bedeutung zu lösen versuchten. Im zweiten Fall ist es die ironische Beschreibung eines sich zusammenrottenden Mobs, der die eigene Scholle reinhalten will; den Palästinensern und ihrer Intifada nicht zufällig sehr ähnlich.

    Auch Klugscheißen will eben gelernt sein, die peinlichen Ratschläge über tieferes Sinken fallen dann nämlich umso heftiger zurück.

  3. Encore:

    Wer über Inkonsequenz sich echauffiert und vorgibt, daß es ihm um eine Kritik des Antisemitismus zu tun ist, der verlinkt nicht auf die Websites von Antisemiten wie Georg Klauda – andernfalls hat er es hinzunehmen, daß man ihn – richtig – der Inkonsequenz zeiht.

    • Intifada affirmativ vs. ironisch, Aha.

      Von seiner ursprünglichen Bedeutung („palästinensischer Terrorkrieg gegen Israel und seine Menschen“) ist der Begriff Intifada laut BT nicht zu lösen, aber auf einen (alltäglichen) Vorfall in der deutschen Provinz ist er dann doch wieder treffend. Aha.

      „verlinkt nicht auf die Websites von Antisemiten wie Georg Klauda“ – lysis.blogsport finde ich hier nirgends verlinkt, wo hat Klauda noch seine Finger auf der Tastatur? Und was macht ihn deiner Meinung nach zum Antisemiten, Anonymous?

  4. Wenn du den Unterschied zwischen der Verteidigung eines affirmativem Gebrauchs und einer ironischer Zuspitzung nicht verstehst, dann weiß ich auch nicht weiter.

    Ich habe eher das Gefühl, dass die Freude über einen vermeintlichen Fauxpas größer ist , als die eigene Einsichtsfähigkeit (wie deine Überschrift ja nicht gerade versteckt verrät).

    Nochmal: Den „Mißbrauch“ hast du erfunden, nicht die Tristesse. Das kannst du denen nicht unterjubeln. Dat geht so nich, Meister.

    • „Mißbrauch“ habe ich die inflationäre Verwendung des Begriffs Intifada betitelt, deren (positive) Umdeutung im Artikel über einen Rapper auch berechtigterweise in der BT kritisiert wurde. Wüsste nicht was ich einzusehen hätte.
      Aber ich habe verstanden: Intifada nicht gleich Intifada.

  5. Nachdem einem vor Augen geführt wurde, daß man sich mit dem Versuch, der BT ans Bein zu pinkeln, ziemlich in die Nesseln gesetzt hat, gibt’s nur noch ein beleidigtes „Wüsste nicht was ich einzusehen hätte“. Wenn der erste Trotz überwunden ist, kannst Du ja nochmal drüber nachdenken.

    P.S.: Steckt hinter dem von dir verlinkten „Rhizom“ nicht auch Klauda? Falls nicht, isses auch egal, ist eh‘ alles eine antisemitische Soße. Aktuell heult der gerade über israelisches „Pinkwashing“ (wer’s nicht kennt: in den Augen von Klauda und Konsorten werden Homosexuelle in Israel nur deshalb nicht totgeschlagen, damit die islamischen Länder schlechter dastehen; diesen hinterhältigen, islamophoben Trick der Zionisten bezeichnet die Klauda-Meute als „Pinkwashing“). O

  6. Oh, der bekannte Judenhasser „Ofenschlot“ ist auch in der Linkliste. Irgendwie hast Du eine ziemliche Affinität zu Leuten, die hier auch gerne mal Intifada veranstalten würden.

    • ofenschlot ist in der Polemik teilweise auf einer Ebene mit der BT:
      http://bit.ly/ikkNfg

      & Lesenswertes findet sich des dort des öfteren (abgesehen von den Verweisen auf G. Anders, den ich sehr schätze):
      http://bit.ly/d2ngar

      „bekannter Judenhasser“ – kann ich aus meiner lese-Erfahrung des Blogs von ofenschlot so nicht teilen, aber da legst du, Anonymous, wohl das Level des Antisemitismus niedriger an als ich – ebenso wie bei der Bestimmung des Wesens einer Intifada.

      Rhizom ist in der Tat mit Vorsicht zu genießen und er wird wohl aus dem Blogroll verschwinden, denn Blogs die auf mondoprinte verlinken positionieren sich dadurch (relativ) eindeutig antisemitisch. (wie ich gerade mit Erstaunen bemerke gehört auch ofenschlot dazu…)

        • powled
        • Posted 2010/12/28 at 2:24 am
        • Permalink

        P.S.: „Wenn der erste Trotz überwunden ist, kannst Du ja nochmal drüber nachdenken.“ – das mache ich, dass darüber nachdenken. Und weniger Trotz sondern mehr Überzeugung lässt mich die inflationäre Verwendung des Begriffs Intifada kritisieren.

  7. Schön, daß Du lernfähig bist und einsiehst, zwei üble Judenhasser (Rhizom ist übrigens tatsächlich der Antisemit Klauda) verlinkt zu haben, auch wenn das Gerede von „Leveln“ des Antisemitismus, die man „anlegen“ könne, ziemlich lächerlich ist (wie auch die Chose mit der Intifada), aber das wird sicher auch noch.

  8. na das antisemitismuskeulchen (tja, stark abgenutzt mittlerweile) sitzt hier aber wieder locker.

    das dumme diffamieren von anonymous ist das eine, der blogrollfaschismus etwas anderes. dennoch interessiert es mich – was an mondoprinte ist denn antisemitisch? gibt’s da – anders als bei rhizom und ofenschlot – auch belegstellen?

  9. Rhizom hat irgendwo mal geschrieben, dass Antisemit immer mehr und gerade unter Linken zu einem Synonym für Arschloch wird. Et voila. Das wird hier ja schön vorgeführt. IHR mögt SIE nicht. Und anstatt mal nach Gründen, nach Widersprüchen zu suchen oder sich selbst mal zu befragen, was eigentlich stört, kommt: Antisemit. Ist ja so einfach. Mit Antisemiten diskutiert man nämlich nicht. Belegstellen? Och nöö. Langweilig. Überflüssig. Konsequenz: Das Streichen aus dem Blogroll als genuin politische Tat. Uuuh, Baby.
    Ehe ihr zur nächsten Nachwuchsmeisterschaft im freihändigen Räsonnieren zugelassen werdet, lernt bitte präziseres Formulieren, ja? Tee, vielleicht meinst Du es gar nicht böse?, Dir scheint entgangen zu sein, dass »anders« und »auch« nicht zusammengehen. Entweder : »Gibt’s bei Mondoprinte auch Belegstellen?«, womit Du implizierst, dass es sie bei Ofenschlot und Rhizom gibt. Oder: »Gibt’s bei Mondoprinte – anders als bei Rhizom und Ofenschlot – Belegstellen?« Womit Du Rhizom und Ofenschlot ausgeschlossen ( = keine Belegstellen) hast. Aber Du kannst nicht erst Rhizom und Ofenschlot ausschließen UND dann sie mit dem Modalpartikel »auch« wieder reinholen. Verstehste?
    Günther Anders, lieber Powled, ist 1982 aus der israelischen Kultusgemeinde Wien ( = jüdische Gemeinde) ausgetreten – aus Protest gegen den Libanonfeldzug. Oh Gott, noch ein Antisemit, Alarm! Alarm!

    • „noch ein Antisemit“

      Ein Austritt aus einer Gemeinde macht für mich noch keinen Antisemiten aus.

      @anonymus: „das wird sicher auch noch“ – bekehren bzw. nach deinen idealen/ansichten erziehen lasse ich mich nicht.

  10. »Gibt’s bei Mondoprinte auch Belegstellen?«, womit Du implizierst, dass es sie bei Ofenschlot und Rhizom gibt.

    heini, so ein blödsinn. dieses „auch“ ist eine ganz normale sprachwendung und bezieht sich auf den inhalt des mondoprinte-blogs bzw. die nichtdarstellung desselben. das „anders“ schliesst deine lesart ja gerade aus, deswegen fügte ich’s hinzu. (für notorische falschversteher werde ich wohl nie deutlich genug formulieren können. aber kann ich mit leben.)

    ps: gibt’s eigentlich bei aldi auch hirn?

  11. „Auch“ ist kein Füllwort ohne Bedeutung, sondern, as I said, Modalpartikel – so’ne Art Klebstoff. Meine Aussage verbinde ich mit einem „Auch“ auf eine bestimmte Weise mit einer anderen Aussage. „Auch“ kann sich gar nicht auf Mondoprinte beziehen, sondern immer auf etwas, was außerhalb davon liegt – „Auch“ leistet eine VERKNÜPFUNG. So wie Dein Aldi-Beispiel: „Auch“ bezieht sich nicht aufs Hirn, sondern auf andere Waren. Und umgekehrt: Mit dem „Auch“ drückst Du aus, dass das ggf. vorhandene Hirn bei Aldi eine Ware ist, wie die anderen dort vorzufindenden. Mit „notorischer Falschversteherei“ hat das nichts zu tun.
    Gern geschehen!

  12. oh, auf andere waren bezieht sich das. und ich dachte schon, auf andere discounter.

    dankeschön!

  13. na dann wiederhole ich die frage eben nochmal einfach:

    was an mondoprinte ist denn antisemitisch?

    • wenn du mal aktuell schaust: verlinkung auf „electronic intifada“.
      des weiteren die idee der „permanenten nakba“ und vieles andere, welches dezidiert einseitig verleumderisch und verzerrend position bezieht, auch wenn die printe was anderes vorgibt.

      erstaunlich auch die publikation eines bildes, in dem ein im kampfeinsatz entführter israelischer soldat, der irgendwo (jedenfalls in keinem gefängnis) gefangen gehalten wird (falls er überhaupt noch am leben ist) mit in israelischen gefängnissen einsitzenden palästinensern gleichgesetzt wird.

  14. ach. und jetzt soll ich bei „electronic intifada“ weiter nach antisemitismus suchen?! verlinkungen, mannomann …

    dezidiert einseitig verleumderisch und verzerrend

    vielleicht hätte ich das mit den belegstellen auch noch einmal formulieren sollen. verzerrend, also parteiisch, ist ja auch so ein super antisemitismusvorwurf. man macht sich ja keinen begriff!

    ich grabe mich jedenfalls nicht tief durch das blog, um dann irgendwo mal eine zweifelhafte stelle oder einen link* zu finden, um darum antisemitismus zu konstruieren.

    danke, aber ein link zu einer antisemitischen textstelle, die den vorgeworfenen antisemitismus belegt, hätte es getan.

    erstaunlich auch die publikation eines bildes, in dem ein im kampfeinsatz entführter israelischer soldat, der irgendwo (jedenfalls in keinem gefängnis) gefangen gehalten wird (falls er überhaupt noch am leben ist) mit in israelischen gefängnissen einsitzenden palästinensern gleichgesetzt wird.

    und? muss ein gefängnis staatlich zertifiziert sein? reicht dir das eingesperrt sein etwa nicht? und ja, falls er noch am leben ist. wäre er es nicht, ist er wohl tot wie tausende palästinenser, mit denen er – WELCH SKANDAL! – gleichgesetzt wird.

    *einen link! da könnte ich dir aber auch so einiges vorwerfen, wenn ich mir deine links mal so angucke!

    • mondos_ritterschlag

      Text:

      Ein User, der für die von ihm verfochtene Sache das einzig angemessene Pseudonym – „Zion“ – gewählt hat, enttarnt Mercator und meine Wenigkeit.

      Othmar Kaufmann & MondoPrinte: Antisemiten unter sich. Wie schön!

      Fühle mich geschmeichelt, geadelt und gebauchpinselt.

      (quelle: http://bit.ly/fuHfHo)

      brauchste mehr?

  15. *augenroll*


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