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„die Hälfte der Lebensmittel landet auf dem Müll – bevor es bei uns ankommt“, „wenn die Müllsäcke voll sind, werden sie im Kompressor zusammen gequetscht, damit mehr hinein passt“, „die Lebensmittelverschwendung beginnt bereits auf dem Acker – beim Ernten, insgesamt werden 40-50% aussortiert“, „weil der Handel bestimmen kann, wie er denn die Qualität definiert. Die interessiert nicht die Ernährungsqualität, die kaufen nach äußeren Kriterien, das ist immer schärfer geworden“, „der Handel verlangt nach standardisierten Lebensmittel, alles was nicht der Norm entspricht wird untergepflügt“

„wenn das Rot der Tomate zu hell oder zu dunkel ist wird sie weggeworrfen“, „ich hatte zuvor noch nie grünes Gemüse gegessen“, „8,5t Orangen – ab in die Mülltonne“, „Meeresfrüchte – frisch auf den Müll“, „wir haben die Wertschätzung für die Lebensmittel ein wenig verloren“, „die Kunden nehmen das Alternativangebot nicht an“


„500.000t Brot werden im Jahr in Deutschland weggeworfen“, „Brot hat den selben Brennwert wie Holzpellets“, „die Preissteigerungen und die Kämpfe um Lebensmittel werden bei uns mit Ausgelöst – je mehr wir wegwerfen um so höher geht der Preis; unser Wegwerfen führt indirekt zum Hunger auf der Welt“

Die meiste Zeit ein sehenswerter Film analog zu „We feed the world.“ Manko ist ein zu romantisiertes Bild der Müllfischerin und der Idealvorstellung „kauf beim Bauern.“ In der Gesamtaussage aber durchaus berechtigt.

„Frisch auf den Müll: Die globale Lebensmittelverschwendung“ (Film von Valentin Thurn. 45 Min. D 2010)

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5 Comments

  1. regressiv fand ich das „wir schmeißen’s weg und woanders wird gehungert“ – als ob der welthunger dadurch entsteht, dass wir anderen was wegessen, oder dass, wenn wir weniger wegschmeißen, woanders mehr menschen satt würden. Menschen hungern heute nicht wegen knappheit an nahrung, sondern weil sie kein geld haben, sich was zu kaufen…

    • „die Preissteigerungen und die Kämpfe um Lebensmittel werden bei uns mit Ausgelöst – je mehr wir wegwerfen um so höher geht der Preis; unser Wegwerfen führt indirekt zum Hunger auf der Welt“

      Wenn weniger Lebensmittel in Europa weggeschmissen werden dann sinkt der Weltmarktpreis und Menschen können sich von ihrem wenigen Geld wieder mehr kaufen.

      „Menschen hungern heute nicht wegen knappheit an nahrung“ – das ist doch genau die Aussage des Films!

  2. Ich habs glaub ich immer noch nicht: wenn Lebensmittel im Überfluss da sind, dann bestimmt doch gerade nicht das Angebot den Preis – wenn ich es also ein bisschen künstlich verknappe, indem ich Lebensmittel wegschmeiße, dann hätte das wenig Auswirkungen auf den Preis. Und die Preise für Lebensmittel in der EU sind doch durch die Europäische Agrarpolitik dermaßen verzerrt – sie schmeißt doch ganz viele Überschüssige durch subventionen verbilligte Lebensmittel auf den Weltmarkt und drückt dadurch die Preise, dass die Produzenten anderswo nicht mithalten können(We feed the world)
    Das regressive Moment seh ich darin, dass hier eine Aufforderung zum Teller-aufessen, zur restlosen Verwertung, die Menschen wie der Kartoffellesende Opa im Film vielleicht in Notzeiten jahrhundertelang einüben mussten, durch den Verweis auf anderswo Hungernde rationalisiert wird, anstatt die Verschwendung weiter zu verbreiten und auch für alle anderen einzufordern. Der Film gleitet mir zu sehr in die entgegensetzung von „bodenständiger“ Landwirtschaft vs. raffgierige, verschwenderische Konzerne ab.

    • „anstatt die Verschwendung weiter zu verbreiten“ – ehrenwerter Gedanke. Außerdem: Verschwendung positiv besetzen. Was der Film mir zeigt: bald werden sich die westlichen Industrieländer Verschwendung (Brot verbrennen) nicht mehr leisten können, denn der Kapitalismus verlangt eine „restlosen Verwertung“ worin es jedoch streitbar ist darin einen „regressive Moment“ zu sehen.

      „entgegensetzung von „bodenständiger“ Landwirtschaft vs. raffgierige, verschwenderische Konzerne“ – es geht um Gewinn – nicht mehr nicht weniger. Sowohl den Bauern (die ökonomischen Zwängen unterliegen) als auch den Großkonzernen. Die Bauern würden ihren Gewinn steigern wollen in dem sie mehr auf dem Acker wachsende Güter verkaufen, aber auf Grund verschiedener Selektionsmechanismen (vor allem optischer Natur) werden die Nahrungsprodukte nicht in den Handel gelassen, sind davon ausgeschlossen. Verschwenderisch sind die Konzerne also keineswegs, sondern nach Kosten-Nutzenrechnung ist es durchaus logisch den (minimalen) finanziellen Verlust der entsorgten Lebensmittel in Kauf zu nehmen. Das Vernichten von x-Tonnen gewachsener, geernteter, verpackter und km-weit-transportierter genießbarer Lebensmitteln bleibt für mich trotzdem ein kleiner irrationaler Momente dieses Wirtschaftssystems. Aber andererseits eigentlich ganz logisch: Ware Mensch und Ware Ware.

    • „wenn Lebensmittel im Überfluss da sind, dann bestimmt doch gerade nicht das Angebot den Preis“

      Lebensmittel gibts aber leider nun mal nicht im Überfluss (abgesehen von der ungleichen globalen Verteilung). Sie sind Resultat eines Wachstums- und/oder Verarbeitungsprozesses. Dieser Prozess ist dank technischer Hilfsmittel auf dem produktivsten Niveau in der Menschheitsgeschichte angekommen. Subventionen und/oder billige Arbeitskräfte in Drittländern machen die Produkte für den Konzern wie den hiesigen Konsumenten noch günstiger.


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