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1940er jahre. was ist die hölle: ein leben in einem kz oder in einer deutschen bombardierten stadt? Aus einer Broschüre mit dem Titel „Nie wieder Krieg“:

Sie muss 20 Minuten lang Todesangst ausstehen. Ein Volltreffer im Nachbarhaus. Ganze Familien werden ausgelöscht. Unschuldige Menschen, Frauen, Kinder, Greise, verbrannt bis zur  Unkenntlichkeit, erstickt, erschlagen. Mütter, Kinder, Greise, Regimeanhänger und Gegner, Deutsche, Juden, Ausländer, alle sind in gleicher Weise die Opfer. Keine militärische Notwendigkeit. Wozu dann diese Hölle? Hass, Rache, Vernichtung des am Boden liegenden Feindes. Eiskalt berechnend geplant, großindustriell durchgeführt. Worin unterscheidet sich dieser Bombenterror von Auschwitz? Ein Unterschied existiert: Zusätzlich zur Massenvernichtung von Menschenleben werden wertvolle Kulturgüter unwiederbringlich zerstört. […]

Wer die Hölle überlebt hat, geht einem ungewissen Schicksal entgegen. Ausgebombt oder zumindest mit der Angst lebend, das Gleiche könne sich wiederholen, reihen sich die Überlebenden in den Zug der Elendsgestalten, vorbei an Bergen von Leichen, rauchenden Trümmern suchen sie Zuflucht bei Angehörigen oder Freunden oder fristen notgedrungen selbst im Winter in Wartehäuschen oder Waldhütten ein elendes Dasein. (quelle)

Es werden in den Städten nicht nur Menschen vernichtet sondern auch die deutsche Kultur, die ja angeblich Grundlage der deutschen Nation ist (Kulturnation). Die Sorge der Überlebenden blieb, so was könnte sich wiederholen, die Angloamerikaner könnten nochmal auf so eine teuflische Idee kommen (und sie habens ja auch gemacht – nur nicht bei uns)…. Die nationalen Bürgerlichen treffen sich mit ihrem Gedenken auf einer Stufe mit den nationalen Geschichtsrevisionisten die vom Holocaust in Dresden faseln.

Was sagt uns das? So sieht Täter-Opfer-Umkehr (wobei Umkehr vielleicht nicht das beste Wort ist) aus. Und was sollte uns das heute sagen? :

Die Lehre der Deutschen aus Auschwitz ist falsch. Denn diese lautet ja bekanntermaßen eben nicht: „Nie wieder Faschismus, nie wieder Nationalsozialismus!“, sondern: „Nie wieder Krieg!“, und in ihrer Konsequenz: „Nie wieder Krieg gegen Faschismus!“. Die Katastrophe war für sie nicht die Ermordung ihrer jüdischen NachbarInnen, die sie durchführten, sondern die Umsiedlung der Deutschen („Vertreibung“); der Zivilisationsbruch nicht die rauchenden Schornsteine von Auschwitz, sondern die Bombardierung von Dresden. (quelle)

Greifen wir die wichtige oben gestellte Frage „Wozu denn diese Hölle [für die Deutschen]?nochmal auf – Antwort war: Hass auf & industrieller Mord( = Genozid) an den Deutschen. Zivilisationsbruch! q.e.d. (Das obere von den beiden Zitat bietet noch viele weitere fragwürdige Aussagen, das ganze Pamphlet noch mehr…)

Wer sich damit auseinander setzen will was die „Deutschen an der Heimatfront“ vom Bombenkrieg (noch vor den anglo-amerikanischen Bombardements auf ihre eigenen Häuser) wussten, sei auf einen Auszug aus dem Buch von Götz Bergander verwiesen…

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2 Trackbacks/Pingbacks

  1. By Dresden 13. Februar 1945 « Im Kopf Lokalisation on 08 Mai 2012 at 12:38 am

    […] einem Bildband zu den Folgen des 13. Februar 1945 in Dresden) – und die Lehren? TeilenTwitterE-MailFacebookDiggStumbleUponRedditGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem […]

  2. By Dresden calling? | Im Kopf Lokalisation on 12 Feb 2014 at 6:46 pm

    […] befindliche Plakat aus der DDR. Eine Forderung ähnlich klingend jener pazifistisch gekleideten Absage an den Krieg gegen Deutsche. Dabei formulierte ugly-dresden schon vor einer Weile […]

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