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IKL im Mai: „Ferner denn abseits“…

05.05.10 – Paul Auster – Schlagschatten (1997)

Paul Auster: „Auch wenn ich mir dessen nicht immer bewusst bin, so handeln meine Romane doch immer wieder von Leuten, die auf die eine oder andere Weise etwas verloren haben, die aus der Gesellschaft herausfallen. Sie besitzen nicht die sozialen Bindungen wie die meisten von uns, hängen irgendwie in der Luft, aber das macht sie offener für unvorhersehbare Ereignisse.“

12.05.10 – Max Aub – Nichts Geht Mehr (1999)

‚Nichts geht mehr‘ heißt der erste Roman Max Aubs über den Spanischen Bürgergkrieg. Der Bauernjunge Serrador zieht aus seinem kleinen Heimatdorf nach Barcelona. Der König dankt ab, die Republik wird ausgerufen, Parteien entstehen, entwickeln sich und bekämpfen einander. Serrador mittendrin – beobachtet, geht auf Propaganda-Veranstaltungen, trifft auf den Anarchismus, den Kommunismus, den katalanischen Nationalismus und den Faschismus. Eine Gesellschaft auf der Suche nach neuen Werten verliert scheinbar jeden Halt.

19.05.10 Gespräche Heiner Müller – Alexander Kluge (1996/94/89)

Wenige Monate vor seinem Tod antwortet Müller auf die Stichworte „Atmen“ und „Rauchen“ mit einer Anekdote – das Atmen sei eine Indiskretion gegenüber den Toten. „Wer raucht sieht kaltblütig aus“ (Brecht) und „Wer raucht, wird kaltblütig“ (Müller). Außerdem: die Faszination Heiner Müllers an Panzern. Zuletzt: Anlässlich seines 60. Geburtstages 1989 erzählt Müller über seine Jugend, über die Kriegsjahre (die Inhaftierung seines Vaters), seine Schulzeit im Dritten Reich, seine Zeit in einem amerikanischen Kriegsgefangenenlager und seine Rückkehr in die sowjetische Zone.

26.05.10 Jochen Rack – III. Teil der Langen Nacht über Alexander Kluge (2009)

Kluge: „Was eine Mehrheit ist und was Minderheit, wissen wir nicht. Es kann im Herzen eine Mehrheit haben, was politisch in der Minderheit sich befindet. Das Medium sind die Zuschauer, die Nutzer. Ohne die Phantasie des Zuschauers funktioniert der ganze Apparat nicht. Das war zwar immer so, aber das war verborgen. Das bisherige Programm wird von oben nach unten ausgestrahlt. Wenn das Online-System nicht in den Besitz von Konzernen kommt, funktioniert es auch von unten nach oben. […] Besitz ist ein großes Wort. In Wirklichkeit gehören die Medien den Menschen selber. Man kann sie immer nur leihen.“

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