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Festgefressen hat sich in meinem Kopf das Bild eines 14 jährigen suicidebombers der an einem Grenzübergang nach Israel mit einer Sprengweste verhaftet wird (2:52 Min – klick it):

Längst sind auch Frauen unterwegs um sich für Allah und den Kampf gegen die Juden zu opfern. Und dies ist kein neues Phänomen:

It should be noted that the current phenomenon of involving Palestinian women in terrorist activity is known in „Palestinian history.“ A prominent example is Atef Elian, a senior Islamic Jihad operative who planned to perpetrate a suicide attack using a car bomb in Jerusalem in 1987. Elian was incarcerated in Israel for 10 years and was released in 1997. Another prominent example is Leila Khaled, a senior PFLP operative who was involved in the hijacking of an Israeli plane in 1969. (Quelle)

Ein Film der den Fragen nach dem Antrieb der Frauen nachgeht ist ein Film von Natalie Assoulines. Sie hat zwei Jahre in einem Frauengefängnis in Israel die inhaftierten & verurteilten „Bräute Allahs“ begleitet. Es wird relativ schnell klar, dass nicht nur der Glauben, sondern die patriachale Gesellschaft Ursache ihres Verhaltens ist. Natalie Assoulines:

Reue ist bei den Täterinnen kaum zu entwickeln. Im Gegenteil wird ihre religiöse Überzeugung, richtig gehandelt zu haben, unter ihresgleichen noch stärker. Sie fühlen sich im Gefängnis freier denn je, nicht mehr gesellschaftlich unterdrückt oder mit zu hohen Erwartungen konfrontiert. Manche Frauen haben mir gestanden, absichtlich die Verhaftung provoziert zu haben – nur um ihrem sozialen Umfeld zu entfliehen. […]

Sie kommen aus der Unter- und Mittelschicht. In einer Gesellschaft, die hohen Wert auf Anpassung legt und Frauen so gut wie keine Freiräume zugesteht passten die meisten von ihnen nicht in die weibliche Norm. Mit ihren Attentaten verbanden sie die Hoffnung auf größere Akzeptanz. Die bekommen sie nun von ihren weiblichen Mitgefangenen. (Quelle)

Eine der porträtierten Frauen war nach schweren Verbrennungen zur Behandlung in ein Krankenhaus nach Israel transportiert worden. In genau diesem Krankenhaus wollte sie sich einige Zeit später in die Luft jagen & eben jene Juden töten, die ihr zuvor das Leben gerettet hatten. Über den Vorfall berichtete auch das amerikanische Fernsehen (hier versucht sie nach ihrer Verhaftung die Bombe zu zünden aber der Mechanismus versagte; 2:41 Min – klick it):

Auch wenn die Dokumentation von Natalie Assoulines nur im Gefängnis gedreht wurde wird sie doch nicht langweilig. Knapp 80 Minuten Einblick in eine Welt hinter Gittern. Die Organisation des Gefängnisalltags teilen sich Hamas- & Fatahaktivistinnen. Unter ihnen leben auch Kinder – weil ihre schwangeren Mütter als Märtyrer ins Himmelreich eingehen wollten erleben sie die ersten zwei Jahre hinter Stacheldraht und Stahl. Der Film ist in voller Länge auf youtube zu finden…

Natalie Assouline – „Shahida – Bräute Allahs“ (Israel 2008; 76 Min.)

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