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Einer der besten Dokumentarfilme die ich in den letzten drei Jahren gesehen habe. Die Thematik Irak war damals aktueller als heute, trotzdem hat der Film von den Bildern her eine eigene Ästhetik & ist deswegen unglaublich faszinierend. Er stammt von James Longley der 1972 in Oregon geboren wurde. Er studierte Film und Russisch an der University of Rochester und Wesleyan University in den USA, und dem All-Russian Institute of Cinematography (VGIK) in Moskau. Seine Dokumentation „Portrait of Boy with Dog“ wurde 1994 mit dem Student Academy Award durch die Academy of Motion Picture Arts and Sciences ausgezeichnet. Er arbeitete und lebte dann in New York City, in Sibirien und Moskau. 2001 reiste er nach Palestina um seinen ersten Dokumentarfilm „Gaza Strip“ zu drehen (den ich leider nicht gesehen habe, es aber gern mal würde – wer Hinweise hat wo zu finden – ich wäre dankbar; eine Einschätzung:  „Gaza Strip culminates in a nighttime raid in April, when Israeli bulldozers stormed into the Khan Younis refugee camp under the cover of tank and helicopter fire, and destroyed the homes of 450 Palestinians – the first of many such armed incursions into Area A by the IDF.Quelle). 2002 reiste Longley in den Irak um seine Vorarbeiten an seinem zweiten Dokumentarfilm „Iraq in Fragments“ zu beginnen, der im Januar 2006 Premiere feierte. Der Film gewann einige Preise: auf dem Sundance Festival wurde er mit den Preisen “Best Documentary Directing”, “Best Documentary Editing”, und “Best Documentary Cinematography” belohnt, außerdem gewann der Film den Nestor Almendros Award auf dem Human Rights Watch Film Festival, den Nesnady + Schwartz Documentary Film Wettbewerb, the FIPRESCI International Critics Award in Thessaloniki und den Grand Jury Award auf dem Full Frame Documentary Film Festival.

Zwischen Februar 2003 und April 2005 wurden in Irak über 300 Stunden Filmmaterial gedreht von denen in dem Film knapp 90 zu sehen sind. Der Film gliedert sich in drei Teile: Sunniten, Schiiten und Kurden.

„My idea was to follow a student at one of the local Shiite religious schools. Wandering through the narrow back alleys of Najaf in search of permissions, Nadeem and I soon found ourselves at the office of Moqtada Sadr.”

„This seemed like an interesting story to document, so I began developing contacts within Sadr’s organization who allowed me to film. Moqtada Sadr himself was too difficult to access, so I settled for Sheik Aws al Kafaji. […] He was genial and open, giving me far more access to his movement than I expected.”

“The Sadr organization was deeply suspicious of foreigners, and you couldn’t really blame them. I was never sure why they trusted me as much as they did.” (Quelle)

Zu sehen ist der Film Iraq in fragments hier. (R: James Longley; USA 2007; 94 Min)

Longley war im Juni 2009 in Iran, arbeitete an einem neuen Film über die Wahlen und die beginnenden Proteste gegen das Regime. Er wurde am 14. Juni 2009 mit seinem Übersetzer verhaftet als er Menschen auf der Straße in Teheran befragen wollte (Bild unten entstand angeblich kurz vor seiner Verhaftung). Zu lesen was Longley für Erfahrungen sammelte in Iran nach der Wahl & über seine Verhaftung kann mensch hier finden.

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2 Trackbacks/Pingbacks

  1. […] einmal wurde hier im Blog auf einen sehenswerten Film von James Longley verwiesen. Vom filmischen her ähnlich spannend ist sein Film mit dem Titel “Gaza Strip” der 2001 […]

  2. By ISIS in Iraq | Im Kopf Lokalisation on 12 Aug 2014 at 1:52 am

    […] —- Repost:::: […]

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