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Ziemlich bunt wird es vermutlich im Europaparlament nach der Wahl 2014 zugehen, denn

In Deutschland wurde für die Wahlen zum Europäischen Parlament zunächst eine Drei-Prozent-Sperrklausel eingeführt, die eine verlässliche Mehrheitsbildung im Europäischen Parlament und das reibungslose Funktionieren der EU-Exekutive gewährleisten sollte. Dies beschloss der Bundestag am 13. Juni 2013 [...]

Am 18. Dezember 2013 verhandelte das Bundesverfassungsgericht mündlich über die Klagen. Am 26. Februar 2014, drei Monate vor der bevorstehenden Wahl (25. Mai), erklärte das Bundesverfassungsgericht die Drei-Prozent-Hürde für verfassungswidrig und nichtig. (src)

what_democracy_feels_like-ikl959.com“Mach Dein Kreuz nicht mehr beim kleineren Übel. Auch Husten nervt! NEIN!” (seen in Leipzig)

Fliegen ist einer der menschlichen Träume welcher auch zukünftig vital bleiben wird. Im 21. Jahrhundert wird die Menschheit was das Fliegen anbelangt eine neue Qualität entwickeln – sowohl die Effizienz als auch Technik betreffend. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde nach alternativen Flugmodellen gesucht, heute schweben tatsächlich Menschen in fliegenden Untertassen über unseren Köpfen. UFO_test-flight_earth_ikl959.comEine sehenswerte Dokumentation (in englisch) über den aufgeladenen Mythos und die praktische Realität fliegender Untertassen (etwa auch beim Militär).

UFO_yt=rZ8GjzwSpQo_ikl959.comwatch: National Geographic – The Truth Behind UFOs (lang. engl.),45 Min 2011 on yt

Gesehen im Paulusviertel in Halle/Saale: einen selbstgebauten “Pflanzentausch-Platz” (click pic to enlarge).

pflanzentauschplatz_paulusviertel_halle_ikl959.comDoch angepflanzt war da nicht wirklich was. Wirkte bei meinem Besuch eher unterbenutzt/außer Betrieb… Das Prinzip:

pflanzentauschplatz_paulusviertel_halle_b_ikl959.comMit ein bissel Engagement auf die Straße gebracht finden sich solcherlei kommunitäre Spielecken (zur Förderung des Gemeinwohl?) a lá “Guerilla Gardening” ganz zivil-ungehorsam in den lebenswertesten Ecken der (sub- und multikulturellen) Stadt, in den belebten und beliebten Kiezen.

Ein Film welcher den Weg von jungen Mädchen aus der ärmlichen und ländlichen Provinz in die städtische Sphäre von  unerfüllten Versprechen und gezwungener Sexarbeit anschaulich macht ist “The price of Sex” (IMDB; press-pdf) von Mimi Chakarova. Ausgangspunkt ist das bulgarische Dorf, in welchen die jungen Mädchen keine Perspektive finden und die Erfüllung und Verwirklichung ihrer Träume in den Großstädten sehen.

the_price_of_sex_chakarovaGleich einem modernen Märchen kommt das Böse aus der Ferne – auf der Suche nach frischem Fleisch wird von AgentInnEn die Provinz bereist, mit Geld und Versprechen auf Arbeit werden junge Mädchen ins fremdsprachige Ausland begleitet und vermittelt, wo diese sich dann Lügen, Zwang und Gewalt ausgesetzt sehen. Dramatisierend wird von einer Entvölkerung etwa Moldawiens gesprochen, bei der die Alten unwissend um das Schicksal ihrer Kinder und Enkelkinder zurück bleiben – doch übertrieben oder unrealistisch wirken die Beschreibungen und Einschätzungen des Mädchen- und Menschenhandels in Metropolen wie Istanbul, Dubai oder Athen nie.

the_price_of_sex_chakarova02Der Film trägt durch das aktive Agieren der Autorin eine persönliche Note und bleibt dadurch sehr nahbar. Ein Defizit ist, dass Gespräche etwa mit Freiern und Zuhältern aber auch Prostituierten wegen deren Wissen um Rechtsbrüche oder Bedrohung für das eigene Leben all zu oft vage bleiben. Der Versuch den Alltag von Zwangsprostitution anschaulich zu machen gelingt nicht immer, doch exemplarische Einzelschicksale und einige offenherzige Schilderungen geben eine Vorstellung von den Abgründen in diesem Metier (erzwungener Sex mit Schwangeren, etc.).

yt_the_price_of_sex_04_2014_(Trailer on yt)

Der Zuschauer bekommt einen sehr vitalen Zweig moderner kapitalistischer Gesellschaft zu sehen, in welchem der Daseinszweck einiger Menschen auf die Funktion einer Dienstleistung reduziert wurde; von den weiblichen Opfern wird die aufgezwungene Rolle jedoch geleugnet – sie selbst sehen sich irgendwann als Geschäftsfrauen:

(Athens)

Mimi C.: When you go inside (a brothel), what is the first thing that you see?

Konstantin S. (HIV-Doctor): Mhm. First thing? Meat. But thats not the right question. It’s not the first thing, but the last. Last is… It’s pain.

Mikiru Bani: When the clients of the area are tired of the girls, they would report them. The police is corrupt. So they will arrest the girls, send them back home and bring new girls, because the costumers want new girls. [...] Prostitution and trafficing has nothing to do with sex. It has to do with power, it’s violence. No girls who’s asked: “Would you rather become a nurse or a prostitute?” will say, “I’d rather become a prostitute”. But if she’s raped and raped and raped than she will see her self as identity buisness-woman. It’s easier than to see herself as an identity victim.

Abseits der Schilderung schockierender Frauenschicksale und deren persönlichen Umgang damit weist der Film auf den Umstand hin, dass die Sphäre der Prostitution nicht nur von männlichen Geschäftemachern genutzt wird, welche die Frauen zur Sexarbeit zwingen bzw. dieses am Markt angebotene Fleisch kaufen. Auch Teile des Staates sind in den organisierten Menschenhandel involviert, nutzen mithilfe der Korruption Abläufe zur Profitmaximierung und für die Sicherung eigener Interessen. (hier mal online zu finden gewesen, hier Extract auf yt )

Mimi Chakarova – The price of Sex – USA 2010, 73 Min (eng. sub.)

Eine Veranstaltung in der vergangenen Woche widmete sich dem Thema “Gefahrengebiet Connewitz” und lud zu Diskussion und Vortrag ins UT-Connewitz. Das Interesse groß, die Befindlichkeiten divers, die Diskussion lahm – könnte eine Einschätzung lauten (der Saal leerte sich während der bis auf wenige emotionale Ausbrüche spürbar unterspannten bzw. planlosen Atmosphäre). Politisch wurde es (im Gegensatz zu der Forderung der Initiatoren) nicht sehr.

Anlass die eigene Kiezigkeit zum Gegenstand eines Abends zu machen ist ein – nach Auszug eines städtischen Amtes – jüngst eröffneter Polizeiposten (hinter den mittlerweile mit Sichtschutzfolie beklebten Fenstern befinden sich ein paar Tische und Stühle mit Computern); bislang weist kein blau-leuchtendes Schild die Räumlichkeiten als polizeiliche aus. Ab und an stehen Männer und Frauen in blauen Uniformen mit Pistolen im Holster vor der Tür, rauchen und quatschen. Die erkenntlich polizeilichen Dienstfahrzeuge parken am Straßenrand und um die Ecke. Dass es auch zivile Bestreifung gibt soll nicht unerwähnt bleiben, kommt die staatliche Repression doch manchmal auch bunt-bürgerlich daher. Das neue Polizeibüro, wenige hundert Meter vom Connewitzer Kreuz entfernt – was bereits seit einiger Zeit mit Kameras überwacht wird (s.u.) -

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veranlasste einige Ladenbetreibende und Einzelhändler zu einem (politischem?) Statement. In dem Faltblatt heißt es treffend: “Hier wird nicht das potenzielle Ausüben von Straftaten kontrolliert, sondern der der Raum an sich.” Den Vorwurf von Kiezromantik versuchen die Schreibenden nach einer Liebeserklärung (“stets ein alternatives linkes Viertel geblieben [...] so sind wir gern in diesem Kiez, auch wegen seiner Geschichte. Weil es hier die dringend notwendigen Freiräume gibt, weil wir hier unsere kulturellen und politischen Ansätze entwickeln und ausleben können”) mehr schlecht als recht zu leugnen. Nicht nur Beamte in und ohne Uniform kontrollieren und observieren sondern auch Überwachungsinstrumente – etwa Kameras. An dieser Stelle scheint eine Analogie zum Verhalten von Kühen in automatisierten Melkmaschinen einigen Lesenden unangebracht – doch ohne Menschen geht es denen besser, haben die Viecher erwiesenermaßen weniger Stress – bei Menschen ist das vielleicht ähnlich? Stressgefühle wegen Überwachung dürfte diese versteckte und jüngst im Quartier (Simildenstraße) entdeckte kleine Kamera nicht ausgelöst haben:

cam3(src)

Dass die Behörden versteckte Kameras für ihre Ermittlungstätigkeit nutzen ist nicht neu. Während der Ausbau der öffentlichen Überwachung an Ampeln und Gebäuden ohne weitere größere Proteste stattfindet, werden PolizistInnEn die ihre Dienstfahrten statt in dem Polizeirevier in der Richard-Lehmann-Straße in der etwa 800 Meter entfernten Biedermannstraße beginnen und beenden als Bedrohung wahrgenommen. Gewiss ist das Unbehagen berechtigt, steigert es doch die Wahrscheinlichkeit auf dem Weg durch den Kiez von einem gelangweilten dienstabsolvierendem Beamten aus irgendwelchen Gründen angehalten und gerüffelt, kontrolliert oder gar festgesetzt/eingesackt zu werden.

Die Wahrscheinlichkeit Opfer einer Polizeikontrolle zu werden ist indes als weißer Durchschnittsdeutscher niedriger als etwa ein Mensch mit einer anderen Hautfarbe. Kameras sind da weniger wählerisch.

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Dass die Insel Connewitz schon lange nicht mehr bzw. nie wirklich eine alternative Insel jenseits kapitalistischer Verwertungslogik war, sondern diese Mythen selbst schuf & aufs Revers packte wird hoffentlich wenige Köpfe erstaunen. Dass der Kiez wie jeder Stadtteil eine eigene soziale und infra-Struktur hat und aufgrund dessen die Lebensqualität bestimmt wird ist ebenfalls nicht neu. Der polizeiliche Hotspot verankert die Präsenz der Exekutive ohne Zweifel stärker als bisher im Stadtteil. Von Einigen wurde es als politisches Signal verstanden (Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung bezeichnete den Polizeiposten als “geniale Idee”) und die mit ihrem Büro im Viertel zu findende Linke Jule Nagel wünschte sich eine stärkere Politisierung der Anwohnenden. Eine der ersten öffentlichen Reaktionen war eine mehr oder weniger erfolgreiche Satire (siehe NoPoliceDistrict-Connewitz und Connewitzer-Dorf-Union Demonstrationen indymedia oder indylinksunten) vor der polizeilichen Behausung.

Der repressive Kontext all dessen sollte nicht unerwähnt bleiben – CCTV (siehe auch invenati-Antifa-Le), verdeckte Überwachung, zivile Bestreifung und letzten Endes Niemand der für etwaige Gesetzesbrüche haftbar zu machen wäre (wie die Überwachung eines linken Kulturzentrums in Freiburg jüngst zeigt, siehe TAZ.de).

Believe it or not – this is the old pal moon (not the great mother sun) rising:the_moon_is_rising_ikl959.com(shot in Leipzig a while ago; compare this or that)

Nach der Gründung des Staates Israel 1948 begann eine Welle von Pogromen durch arabische und muslimische Länder des Nahen- und Mittleren Osten zu fluten, welche das Ende einer jahrhundertealten jüdisch-arabischen Tradition bedeuteten. Ein Film welcher jüdische Flüchtlinge aus dem Iran, Libanon, Algerien, Irak und anderen Ländern porträtiert, weist auf einen bisher weniger beachteten Fakt hin – die sogenannte “jüdische Nakba” (en.wikipedia, de.wikipedia)

forg_refu_yt(youtu.be -49 Min, engl.; via)

Zwar schon eine Weile her, der 30c3, doch die Aussagen von Tim Pritlove zum Thema Überwachung haben weder an Aktualität noch an Bedeutung verloren (die Überschrift “Wie wehrt man sich…” passt nicht ganz zum Inhalt):30c3-Tim Pritlove_ - Jung & Naiv_ Folge 102 - YouTube'-ikl959.com “Wenn die Leute immer sagen dass sie Nichts zu verbergen haben, frage ich mich warum es in Deutschland so viele Gardinen gibt” (Tim Pritlove, src: yt/12 Min) und ebenfalls (via) sehenswert  (abgesehen von den manchmal zu naiv daherkommenden Fragen) Constanze Kurz mit einigen Hinweisen und Einschätzungen zum Thema Robotik, Verschlüsselung, Google und vieles andere mehr:Constanze Kurz & das Happy End im Überwachungszeitalter - Jung & Naiv_ Folge 106 - YouTube' -ikl959.com“Man sollte sich überlegen was man nutzt. “ (src: yt/43 Min) Sehenwert!

during the night in distance the city is gleaming
licht-nacht_ikl959.com(shot in Leipzig)

Screenshots aus dem Film “Shoa” von Claude Lanzmann, auf welchen ein politisches Stück Papier zu sehen ist:hitler_as_a_pig_1Der Beweis ist, dass Hitler nicht nur ein Schwein war: hitler_as_a_pig_2(src)

In Dresden sind am 12. Februar, einen Tag vor dem großen Zerstörungs-Erinnerungsgedenken, Nazis marschiert. Menschen die dies zu verhindern suchten wurden aus dem Weg geräumt.

Dresden_Nazifrei_27_b-ikl959(unbearbeitet-src)

Am nächsten Tag (13.03.2014) gedachten die Nazis Hand in Hand bzw. Arm in Arm mit den gedenkenden Bürgern der Stadt – mehr als ideologische Übereinstimmung auf Augenhöhe?

BgYUU8UCUAAN8ka(Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden Arm in Arm mit einem bekennenden Neonazi, src twitter)

Protest hatte es in Dresden bereits im Vorfeld der Zerstörungserinnerung gegeben, so wurde u.a. das Mahnmal auf dem Heidefriedhof mit einem Spruch versucht umzumodellieren, die Bussmannkapelle in der Innenstadt mit Farbeiern versehen. Doch 2014 ist deutlich eine veränderte Strategie der Neonazis mit der Inszenierung in Dresden zu sehen – mit keinem schlechten Erfolg für sie. Erschreckend aber nicht unerwartet. Bleibt abzuwarten ob & wie das offizielle Gedenken es schafft sich zukünftig von diesen abzugrenzen.

simpsons_valentines-day-ikl959.comWie siehts es aus in Sachen Liebe & Valentinstag? Manchmal ist eher Angst…simpsons_valentines-day02-ikl959.com(src: Simpsons S25E11)

Die Nazis hatten bereits 1945 damit begonnen von der “Sinnlosigkeit und der Unmenschlichkeit” der Bombardierung zu sprechen, zu DDR-Zeiten galt es – die anti-imperialistische Keule schwingend – Dresden zu einem Mythos zu stilisieren (wie auch Ulrike Meinhof es tat). Die SED inszenierte das Gedenken feierlich am Ort der Zerstörung (click4pic), noch heute beherrscht die gedenkenden Bürgerinnen und Bürgern der wieder-aufgebauten-Stadt einhellig die Überzeugung von der Sinnlosigkeit der Zerstörung.

“Nie wieder Ami-Bomben auf unsere Städte” fordert das unten befindliche Plakat aus der DDR. Eine Forderung ähnlich klingend jener pazifistisch gekleideten Absage an den Krieg gegen Deutsche. Dabei formulierte ugly-dresden schon vor einer Weile treffend:

Die Katastrophe war für sie nicht die Ermordung ihrer jüdischen NachbarInnen, die sie durchführten, sondern die Umsiedlung der Deutschen („Vertreibung“); der Zivilisationsbruch nicht die rauchenden Schornsteine von Auschwitz, sondern die Bombardierung von Dresden. (src)

Gewiss, das unten befindliche Plakat aus DDR-Zeiten ist ein Produkt seiner Zeit. Doch nicht nur der Kalte Krieg hat eine Portion Antiamerikanismus beigetragen. Der Friedensgruß mit dem ausgestreckten rechten Arm hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem Gruß der Vergangenheit, könnte man meinen.

dresden_ruft_ikl959.comDresden ruft – All unsere Kraft FÜR DIE ERHALTUNG DES FRIEDENS FÜR VEREINIGUNG UND AUFBAU unserer Heimat!

Nicht nur in seiner Bildsprache findet sich eine Analogie zum blonden NS-Deutschen, auch der Bezug auf die Heimat, die mit voller Kraft einem neuen Zeitalter entgegen geführt werden soll, klingt vertraut. Ebenso die Erwähnung von Frieden und Vereinigung gab es wenige Jahre zuvor (noch nach dem Münchner Abkommen 1938 wurde Hitler als Friedenskanzler gefeiert, der alle Deutschen sammele). Neu ist das Wort Aufbau, welches der scheinbar blindwütigen Zerstörung der Amerikaner und Engländer folgen muss (geschwiegen wird bis heute von den Bombardements durch sowjetische Flugzeuge).

Dabei ist der Krieg 1945 ein totaler geworden – ganz im Sinn der Deutschen. Jeder als Arier rassifizierte war Teil des deutschen Volkskörpers; & eben jenen galt es gegen die angeblichen “Untermenschen aus dem Osten” und die “verkommene amerikanische Kultur” zu schützen. Nach der Naziideologie schien die Vernichtung besser als alles sonst. Ein Beleg dieser militarisierten großdeutschen Gesellschaft ist der Volkssturm oder etwa die Hitlerjungend, die noch 1945 singend und bewaffnet den anrückenden amerikanischen und russischen Truppen entgegen marschierten.

Indes ließ keine blinde Zerstörungswut die Alliierten die Angriffe gegen deutsche Städte fliegen (fast die Hälfte der britischen Flugzeugbesatzung kam nicht mehr lebend zurück) sondern die ihnen entgegengebrachte Absage einer Kapitulation.

The cost of the US tactical and strategic air war against Germany was 18,400 aircraft lost in combat, 51,000 dead, 30,000 POWs, and 13,000 wounded. (src)

Etwa 160.000 Mann alliierte Flugzeugbesatzung verloren während des Zweiten Weltkrieg ihr Leben (src). Die Unfähigkeit der fallenden Bombe wem auf den Kopf zu fallen und wen zu töten konnte im Gedenken niemals zu einer Läuterung führen – es ist das Erinnern an eine Zerstörung welches nur Opfer kennt. Ist eine Selektion, wonach verlangt wird? Alte, Kinder und Frauen vom Sterben aussparen? Das was die Bomben nicht zu leisten im Stande waren wurde in den Vernichtungslagern zuvor bewusst zum Instrument – Alte, Frauen und Kinder gehörten zu den ersten Opfern auf den Listen und in den Massengräbern.

Das heutige offizielle wie auch das Nazi-Gedenken in Dresden an die Bombardierung NS-Dresdens war und ist stets eines was an die deutschen Opfer erinnert – von deutschen Tätern oder gar alliierten Opfern wird geschwiegen. Dabei wird die Stadt personifiziert und ebenfalls zum Opfer gemacht – das Kollektiv auch nach 1945 zur Rettung vor persönlicher Verantwortung.

Nachdem der Endsieg nicht mehr erreicht werden konnte, verlangte die Nazi-Führung kämpfend und mit erhobenem Haupt in den Untergang zu marschieren – so kam es. Die Sinnlosigkeit liegt nicht in der Bombardierung Dresdens und anderer deutscher Städte sondern dem (gegen alle Umstände zum Trotz) Festhalten an der Nazi-Ideologie.

Dresden im Erinnerungtaumel 2014 – inklusive NeoNazis, Überlebenden Bürgern und Antifaticker.

dessau_oury-jalloh-polizei2014_ikl959.com(Polizeirevier in der Wolfgangstraße in Dessau in dem Oury Jalloh neun Jahre vorher verbrannte)

Am 7. Januar 2005 verbrennt in Dessau im Polizeirevier in der Wolfgangstraße Oury Jalloh.
Der Asylbewerber aus Sierra Leone ist 36 Jahre alt. Er hat den Bürgerkrieg in Afrika hinter sich gelassen um in Europa ein neues Leben zu beginnen. Doch sein Leben endet auf einer feuerfesten Matratze, an Händen und Füßen gefesselt in Dessau. Später wird ein Gutachten feststellen, dass er an einem Hitzeschock starb, weil Temperaruren um 350 Grad herrschten. Doch ob er bei Ausbruch des Feuers am 7. Januar 2005 wirklich bei Bewusstsein war wird angezweifelt. So habe es wenig Rußablagerungen in seiner Lunge gegeben, in seinem Urin sei nicht der Botenstoff Noradrenalin gefunden wurden. Dafür seien Verletzungen in seinem Gesicht gefunden worden, wie etwa ein gebrochenes Nasenbein und ein geplatztes Trommelfell. Dies brachten jedoch erst unabhängige Obduktionen zum Vorschein.

Das Gefühl etwas sollte vertuscht werden begleitete die Verhandlungen vor dem Gericht in Dessau und auch später in Magdeburg. Die anfänglichen Befürchtungen, Oury Jalloh sei Opfer von Polizeibeamten geworden, blieben auch während der Gerichtsverfahren gegen die Beamten bestehen, denen ein Dienstvergehen nachgewiesen werden sollte. Besonders schwerwiegend waren die Widersprüche welche eine Zellenkontrolle eine halbe Stunde vor Jallohs Tod betrafen. Wie Polizeibeamte aussagten, sollen die Diensthabenden Hans-Ulrich M. und Udo S. um 11.30 Uhr Jallohs Zelle aufgesucht haben. Doch mit Aussagen welche ihre Kollegen belasten stecken Polizisten in der Klemme – zwischen Loyalität und ihrem Gewissen. Im schriftlichen Dienstprotokoll ist die Kontrolle um 11.30 Uhr nicht dokumentiert. Auch Hans-Ulrich M. und Udo S. stritten die Kontrolle der Zelle um 11.30 ab. Es sind die beiden Beamten, welche Jalloh am Morgen des 7. Januar im Stadtpark in Dessau festnahmen. Wie im Nachgang festgestellt wurde erfolgte die Ingewahrsamnahme zu unrecht. Doch nicht nur das Dienstprotokoll scheint unvollständig. Auch das elektronische Journal, das alle Vorgänge auf dem Polizeirevier erfasst, wurde für den betreffenden Zeitraum gelöscht. Weshalb wurde nicht geklärt.

Von einigen Aktiven wird auch auf den Tod des Mario Bichtemann verwiesen, der 26 Monate zuvor in der selben Zelle an den Folgen einer Hirnverletzung verstarb. Beteiligt waren ebenfalls die selben Beamten wie auch im Fall Oury Jalloh.

Nach Einschätzung der Initiative im Gedenken an Oury Jalloh erfolgte die Ermittlung der Staatsanwaltschaft zu einseitig – zu unvorstellbar erschien und erscheint dieser wohl die Vorstellung Polizeibeamte hätten die Vorgänge nicht nur fahrlässig gehandhabt sondern den Tod etwa auch geduldet oder verschuldet. Dabei belegt ein Gutachten, welches Ende 2013 veröffentlicht wurde, dass die Brandresultate (stark verkohlte Leiche, dicke Rußablagerungen auf den gekachelten Fliesen der Zelle) nur auf den Einsatz von Brandbeschleunigungsmaterial (etwa fünf Liter Benzin) zurückzuführen sind.

Erstmalig wurde am 7. Januar 2014 durch Nazis versucht das Gedenken am Vormittag an der Polizeiwache zu stören – vergeblich. Am Nachmittag versammelten sich dann etwa 600 Menschen und zogen vom Bahnhof vorbei an der Staatsanwaltschaft, dem Amtsgericht zum Polizeirevier in der Wolfgangstraße. (src)

Zu ergänzen wäre vielleicht noch: auch Menschen aus Frankfurt und Lampedusa-Aktivisten aus Hamburg waren beim Erinnern an die Ungeheuerlichkeit in Dessau dabei. Hier einen Report anhören (download) (61 Min):


wald_und_pfaehle.t3k04An dieser Stelle die Fortsetzung einer Reihe von field-recordings mit dem Titel “Die zehn Arten des Rauschens”. Hier die zweite Stundenversion – 2c1 (dzadr-Teil 1 hier zu finden). (->dzadr-2c1 uploaded@archive).


_(A)-pic_of_the_day-ikl959.comclose:_(A)4muttisezxenlaumen-close

Abseits der Diskussion um das nukleare Forschungsvorhaben & dessen Realisierung präsentiert sich das Militär im Iran ab und an von seiner besten Seite. Wer das Land für militärisch zurückgeblieben hielt bekommt hier einen kleinen Eindruck von der Schlagkraft der Armee, inklusive der immer wieder kehrenden Beschwörung “Gott ist groß” (“Allahu akhbar”)…

peacful_iran_military_parade_yt.ikl959.com

(hier zu yt)

 

The Pirate Bay away from keyboard” ist der Titel einer sehenswerten Doku, welche die Aktivisten rund um die in Skandinavien befindlichen Trackerserver von Pirate Bay zu Wort kommen lässt. Und deren Leben dokumentiert. Dabei liegt ein Schwerpunkt des Films auf der juristischen Auseinandersetzung, welcher sich brokep, Tiamo und Anakata ausgesetzt sahen.tpb_afk-yt_ikl959.comEtwa vier Jahre wurde an der Dokumentation gearbeitet, bis der Film schließlich Anfang 2013 veröffentlicht wurde. Wo die Protagonisten recht haben ist die Realität, welche sie dem Internet zu schreiben. Mehr zum Film bei wkpdia. watch it on yt (2013, Simon Klose, S, N, DK, 83 Min)

Auf der Suche nach Peter Pan – ein Comic von Cosey. Darin auch ein Zitat aus dem Buch von J.M. Barrie:peter_pan_ikl959.com“Fünfzehn Jahre vergingen. Alle Jungen waren zu Männern geworden. Sie konnten nicht mehr fliegen, und sie hatten die Insel vollkommen vergessen.” James M. Barrie (hier mehr zum Comic)

In Hamburg wurde es ausgerufen, erweitert, wieder verkleinert – das Gefahrengebiet. Die sich darin bewegende Bevölkerung unterliegt einer gefühlten Polizeiwillkür, denn Kontrollen, Platzverweise und sogar Freiheitsentzug aka Ingewahrsamnahmen werden zu einem adäquaten und öfter genutztem Instrumentarium der rechtsstaatlichen Exekutive. Ist die reale Umsetzung in Anbetracht einer möglichen Gefahr verhältnismäßig? Das Wissen um die eigenen Rechte und Pflichten schwindet all zu oft im Angesicht von uniformierten Staatsbeamten, deren Auftreten trägt nicht selten zur weiteren Verunsicherung bei.

In Leipzig wurde kein Gefahrengebiet ausgerufen, trotzdem ist ein erkenntlich repressiver Moment aufgetaucht: Zivilfahrzeuge, in welchen Polizisten unterwegs sind. So kommt es zu dem karnevaleskem Moment, dass erkenntlich ein uniformierter in einem roten Auto am Steuer sitzt und durch die Straßen fährt. Ist der grade im Dienst oder auf dem Heimweg? Unterwegs zu einem Spezialeinsatz? Oder sind alle Dienstfahrzeuge in der Reparatur und die Polizei least ihre Einsatzwagen schon?Ach nein, es gab doch neue Dienstwagen. Also ist es Strategie – zivile Bestreifung. Bleibt nur zu sagen: nach sächsischem Polizeigesetz sind die Beamten im Dienst (ob zivil oder nicht) verpflichtet ihren Dienstausweis zu zeigen - auch ich (obwohl nicht im Dienst!) werde ja kontrolliert und soll mich ausweisen. Der sächsische Polizeiausweis

[...] ist auf Papier gedruckt. Auf dem laminierten Ausweis befinden sich der Polizeistern, der Familien- und Vorname, die Amtsbezeichnung, die Ausweisnummer sowie ein Lichtbild des Inhabers. Der Papierausweis trägt die Unterschrift des Beamten und das Dienstsiegel der beschäftigenden Dienststelle. [...] Alle Angehörigen des Polizeivollzugsdienstes (Polizeivollzugsbeamte und sonstige Bedienstete, die vollzugspolizeiliche Aufgaben wahrnehmen) sind im Besitz eines fälschungsgesicherten Polizeidienstausweises. Der Polizeivollzugsbeamte hat grundsätzlich seinen Polizeidienstausweis im Dienst mit sich zu führen. (src)

sieht so aus:polizei-dienstausweis-sachsen

(src)

§8 Sächsisches Polizei-Gesetz (Ausweispflicht):

Auf Verlangen des Betroffenen haben sich Bedienstete der Polizeibehörden und des Polizeivollzugsdienstes auszuweisen. Das gilt nicht, wenn die Umstände es nicht zulassen oder dadurch der Zweck der Maßnahme gefährdet wird. (src)

Wie die Umstände waren und wodurch gefährdet war – die Juristerei gleicht der Philosophie, das Erscheinen und Agieren der Polizei ist manchmal ebenso willkürlich.

Weshalb nun die Zivilstreife (wkpdia)? Georg Kreisler würde sagen, aus Angst.

[...] Die Polizei in ihrer ganzen Blüte, von der du Schutz und Opfermut verlangst, schützt dich nicht aus Sympathie oder Güte, nur aus Angst, nur aus Angst.

Der Polizist, dem du des nachts begegnest und der dich Heim führt, falls du etwas schwankst, tut das nicht weil du ihn lobst oder segnest, nur aus Angst, nur aus Angst.

Er hat Angst vor dem Chef, er hat Angst vor der Nacht, er hat Angst Jemand könnte ihn sehen, er hat Angst vor sich selbst, seiner Frau, seiner Macht, er hat Angst vor den eigenen Ideen und hat Angst es könnt ohne ihn gehn.

Die Polizei sitzt heute in der Falle, sie hilft Dir nur weil du sie dazu zwangst. Aber sonst ist sie genau so wie alle: sie hat Angst, nichts wie Angst. [...] (src)

(via – lesenswert; vgl. auch indymedia 2011)

Braunkohle aus der Region gab es mal vor paar Jahren bissel intensiver (sehenswertes über die Situation in Espenhain im Jahr 1990 bei Spiegel-TV zu finden) als heute, auch wenn immer noch gebaggert und verbrannt wird.kraftwerk_lippendorf_ikl959(im Süden Leipzigs)

“Schreiben Sie von denen, die daheim geblieben sind, … der arbeitenden Bevölkerung, die nicht mitdemonstriert hat … Schreiben Sie von sich und Ihrer innersten Sehnsucht und Schwäche oder schreiben Sie von den daheim Gebliebenen, Heimgefahrenen, Gleichgültigen – (schaut den Schriftsteller an, weich) aber schreiben Sie nicht von den wenigen, die handeln – (kleine Pause) – das kann ich nicht senden (Pause …)”.

(src; aus: “Furcht und Hoffnung der BRD” von Franz Xaver Kroetz, 1983)

350820Dieses Jahr jährt sich bereits zum neunten Mal der Todestag von Oury Jalloh, der an Händen und Füßen gefesselt auf einer feuerfesten Matratze in einer Polizeizelle in Dessau verbrannte. Das Gedenken an ihn und die Forderung die Umstände seines Todes aufzuklären sind vermutlich ein Motivationsfaktor nach Dessau zu fahren. Damit verbunden sollte jedoch auch das Aufdecken der hiesigen rassistischen Normalzuständen und eine Kritik daran sein, welche in der Praxis eben jene (die Kritik) bestärkt. Deswegen ist es vielleicht sinnvoll Dienstag nach Dessau zu fahren, oder woanders bei der Thematisierung zu partizipieren….

Demonstration in Gedenken an Oury Jalloh in Dessau
Dienstag, 7. Januar 2014
14:00 Uhr Hauptbahnhof Dessau
 
Demonstration in Gedenken an Oury Jalloh in Köln
Dienstag, 7.1.2014, 18.00 Uhr
Köln- Deutz (Treffpunkt U-Bahn-Haltestelle Deutzer Freiheit)
 
Mahnwache in Gedenken an Oury Jalloh in München
Odeonsplatz, vor dem bayrischen Innenministerium
Dienstag, 7.1.2014, 17-19.00 Uhr
 
Auf obiger Seite gibt es Hinweise auf organisierten Anreisen aus verschiedenen Städten (Hamburg, Berlin, FFMain, Leipzig, Jena) nach Dessau. Zum Tod von Oury Jalloh siehe auch Postings vom 17.11.2013 (Video), 04.01.2013, 02.01.2013, 17.03.2012 (Video), 15.11.2012 (Der Fall Bichtemann)

In Sachsen wird sie formiert, die RSU.

Die Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie.

Hauptauftrag der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie (RSU) ist die Verstärkung der aktiven Truppe im Wach- und Sicherungsdienst für militärische Anlagen und der Infrastruktur. Darüber hinaus können sie Aufgaben im Rahmen des zivilen Katastrophenschutzes übernehmen. So sollen sie zum militärischen Anteil der „gesamtgesellschaftlichen Aufgabe Heimatschutz“ beisteuern. (src, via)

35_jahre_ddr-heimat_schützenGabs auch mal zu Zeit der DDR (hier 35 Jahre alt; heute seltsam wirkendes Bild aus einem Bildband), den Heimatschutz. Sah in Wirklichkeit militärischer aus & agierte auch so. Die Heimat politisiert, der individuelle Bezug kollektiviert. Auch wenn schon immer das heimatliche Kollektiv erwählt war und/oder erwählt wurde – die Aufgabe war stets gesamtgesellschaftlich, quasi klassenlos.

Der Begriff „Heimatschutz“ wird in der Öffentlichkeit zwar häufig als Synonym zu „Katastrophenschutz“ verwendet, geht aber über diesen weit hinaus. Die Konzeption der Reserve definiert Heimatschutz als „Verteidigungsaufgaben auf deutschem Hoheitsgebiet sowie Amtshilfe in Fällen von Naturkatastrophen und schweren Unglücksfällen, zum Schutz kritischer Infrastruktur und bei innerem Notstand“. Damit ist das gesamte Spektrum militärischen Einsatzes abgedeckt. [...] Derzeit weniger wahrscheinliche, aber mittel- und langfristig nicht auszuschließende Veränderungen der sicherheitspolitischen Lage machen eine umfassende Sicherheitsvorsorge notwendig, die auch in den Verteidigungspolitischen Richtlinien vom 27. Mai 2011 herausgestellt wurde. Der nicht auszuschließende Eintritt einer Situation der Bündnis- bzw. Landesverteidigung erfordert dafür unter anderem eine erhöhte Aufwuchsfähigkeit, die in kurz-, mittel- und langfristigen Aufwuchs unterscheidet. Dem trägt die Aufteilung in Truppenreserve, Territoriale Reserve und Allgemeine Reserve Rechnung. Als neue Elemente der Territorialen Reserve werden in der Streitkräftebasis unter Führung der Landeskommandos nach regionalem Aufkommen Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte aufgestellt. Diese sind zur Entlastung der aktiven Truppe im Heimatschutz vorgesehen. [...] Heimatschutz als gesamtstaatliche Aufgabe bedingt ein Länder und Ressort übergreifendes, kohärentes Vorgehen unter Zusammenwirken aller vorhandenen Instrumente. Bestimmungsgemäß umfassen die Zuständigkeiten des Bundesministeriums des Innern und des Bundesministeriums der Verteidigung Kernbereiche dieser gesamtstaatlichen Aufgabe. (src ist Anfrage Jan van Akens an die Bundesregierung und deren Antwort)

Irgendwie liest sich das nach mehr Bundeswehreinsatz im Inneren – mit Hilfe der RSU. Personell wird zukünftig sicher noch aufgerüstet werden – im April 2013 lag die Personalstärke des RSU bundesweit bei etwa 1000 Mann.

jump_in_altkleider“JUMP IN!” & “COME IN & FIND OUT”come_in_and_find_out

Teil 8 hier zu finden

  • BR2: Michel Foucault – Was macht Macht (22 Min.) (download) (via)


  • BR2: Ein Fest gegen die BRD – Münchner Jugendrevolte Freizeit ’81 (53 Min.) (download) (via)


  • SWR2: Veganismus – Was macht Menschen zu Veganern? (44 Min.) (download)


  • SWR2: Allein mit Allen – Das Ich in seinen Netzen (44 Min.) (mit u.a. Konrad Paul Liessmann) (download)


  • HR2: Über das Hören (15 Min.) (download)


  • HR2: Männerquote und Emanzipation (14 Min.) (download)


  • NDR: Ich habs getan – Der lange Abschied vom ungeborenen Kind (25 Min.) (download)


  • HR2: Doppelkopf: Peter Bieri & die Würde (47 Min.) (download)


  • D-Radio-Wissen: Ökonomie – Zehn Mythen der Krise (Referat Heiner Flassbeck) (42 Min.) (download)


Es folgt der obligatorische Hinweis, dass einiges sowohl in seiner inhaltlichen Ausrichtung als auch der Form nach durchaus kritikwürdig ist.

Das Leben in der Stadt – weniger Platz für Tiere und Menschen? Naja, die Nischen werden gesucht. Einige mit der Zeit genommen, wie u.a. das von der Räumung bedrohte Projekt “Rote Flora” in Hamburg. Heute sind einige tausend Menschen unterwegs, in der Hansestadt, um ihren Unmut darüber auf die Straße zu tragen. Doch genau diese ist zu einem Rechts-freien-Raum geworden. Es wurde ein Ausnahmezustand verhängt. Menschen können & werden ohne Verdacht von der Exekutive kontrolliert, Platz-verwiesen oder verhaftet aka gewahrsamgenommen (welt.de). Was wird heute in Hamburg noch alles passieren?

Ein paar Stadtfüchse begannen im Sommer nach Einbruch der Dämmerung miteinander zu spielen, sich im Sand zu wälzen, Mülltonnen zu plündern. Auf etwa einen Meter konnten wir uns den (gar nicht mehr so wild erscheinenden) Wildtieren nähern. fox-vs-light(Illuminated fox, seen in Dresden; click pic to enlarge)

Dazu fiel mir das Lied von Shaban & Käptn Peng ein:shaban_käptn-peng-sie_mögen_sichListen it on yt.

“Mein wahres Wesen ist kein Fuchswesen.”

rtl_klub-budapest_ikl959.com(seen on TV in Budapest/Hungary)

bayerischer_platz-leipzig_s-bahn_ikl959.com(neue S-Bahn-Haltestelle Bayerischer Platz in Leipzig)

Heute ist in Leipzig nach etwa zehn Jahren werken der City-Tunnel für die Öffentlichkeit in Betrieb gegangen. Nun beginnt eine Phase der Neugestaltung – alte S-Bahn-Stationen an der alten Route gelegen werden zukünftig der Vergangenheit angehören (Leipzig Ost, Sellerhausen); die alte Bahnstrecke soll(te ?) nach Stilllegung für den unmotorisierten Verkehr und Pedastriants als Weg und/oder Naherholung nutzbar gemacht werden – ob dem so wird darf beobachtet werden.

Nun beginnt also die Tunnel-Ära in Leipzig. Dies wird nicht ohne Veränderung innerhalb der Immobilienlandschaft bleiben bzw. hat sich schon vollzogen. Mobilitätsaspekte bestimmen nachhaltig die Wohnungs- und Lebensumgebungswahl.

Derzeit noch ungebaut in Leipzig das Williams-Quartier (Bernhard-Göring Str.)
b.göringstr.-williams-quartier-leipzig-ikl959.com

(unten) Den Baustart schon hinter sich die Stadtvillen in der Südvorstadt:

alfred_kästner_strasse_stadtvillen_leipzig02-ikl959.com(oben/unten: im Bau befindlich “Stadtvillen Südvorstadt”, Alfred-Kästner-Straße Leipzig; klick to enlarge)

alfred_kästner_strasse_stadtvillen_leipzig-ikl959.com

Wie schön dass es bald neuen Wohnraum gibt (zuletzt verschwanden immer mehr Sozialwohnungen, jedoch sind Stadtvillen kein bezahlbarer Ersatz), obwohl trotz dessen der existierende Leerstand unverständlich bleibt, wie etwa hier zu sehn.

Vor paar Monaten bekam ich ein Bild gesendet, was ich jetzt mal poste:volks_notebook-saturn_2013_ikl959.com(Volks-Notebook; thx @ N.)

Das Volks-Notebook nur die Fortsetzung einer schwarz-weiß-rot-angestrichenen Volks-Verkaufs-Kooperation der BILD-Zeitung, auf welche hier im Blog bereits vor knapp zwei-ein-halb Jahren mit dem Post “Volkskühlschrank reloaded” hingewiesen wurde… To be continued, probably.

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